Abo
  • IT-Karriere:

Connect: 1&1 wollte nicht am Festnetztest 2018 teilnehmen

1&1 hat im Connect-Festnetztest den ersten Platz an die Telekom abgegeben. Der Provider wollte wegen der Übernahme von Drillisch nicht mitmachen, musste aber.

Artikel veröffentlicht am ,
Rack mit Mess-Systemen und Endgeräten: Christoph Sudhues (links) und Bernd Oliver Schöttler (rechts), beide Geschäftsführer der für die Messungen verantwortlichen Firma Zafaco.
Rack mit Mess-Systemen und Endgeräten: Christoph Sudhues (links) und Bernd Oliver Schöttler (rechts), beide Geschäftsführer der für die Messungen verantwortlichen Firma Zafaco. (Bild: Connect)

1&1 hat im Festnetztest der Zeitschrift Connect den ersten Platz an die Deutsche Telekom abgeben müssen. Das gab der Verlag Weka Media Publishing am 4. Juli 2018 bekannt. Sowohl in der Telefonie als auch bei Breitband-Internet zeigte die Telekom sehr gute Leistungen in fast allen Einzelwertungen und bekam 447 Punkte. Der Regionalanbieter M-net erhielt mehr Punkte. Einige Messwerte zeigten bei der Telekom aber durchaus noch Verbesserungspotenzial, vor allem im Bereich Web-TV.

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Frankfurt am Main, Wolfsburg, Braunschweig
  2. AAF Europe, Heppenheim

Auch wenn es 2018 nur für den zweiten Rang reichte, könne 1&1 mit den Leistungen bei Sprachtelefonie und Internet zufrieden sein, erklärten die Tester. 1&1 mietet Anschlussleitungen von anderen Netzbetreibern an, betreibt aber ein eigenes Kernnetz, eigene Carrier-Interconnects sowie ein eigenes Glasfasernetz mit 1&1 Versatel. Beim Web-TV könnten die Videoreaktionszeiten besser sein, es wurden 441 Punkte erreicht.

Streit um Testteilnahme mit 1&1

Die 1&1 Telecommunication hatte im März 2018 erklärt, im Jahr 2018 nicht am Festnetztest der Connect teilnehmen zu wollen. Grund seien zahlreiche interne Großprojekte nach dem Zusammenschluss mit Drillisch. "In diesem Jahr werden wir leider den Spagat zwischen einer optimalen Betreuung des Connect-Tests und unseren zahlreichen Großprojekten im Rahmen des Zusammenschlusses mit der Drillisch AG nicht optimal hinbekommen", sagte Martin Witt, Vorstandschef von 1&1 Telecommunication. Connect-Chefredakteur Marc-Oliver Bender betonte, der große Marktteilnehmer könne sich diesem Test nicht einseitig entziehen. "Auch findet dieser Test schon aus Neutralitätsgründen gänzlich ohne Unterstützung der Netzanbieter statt, so dass keine Ressourcen auf Seiten der Anbieter nötig sind."

Connect: gute Note für Datenrate bei Unitymedia

Der in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg aktive Kabelnetzbetreiber Unitymedia zeigte besonders beim schnellen Internet eine herausragende Leistung. Defizite gab es jedoch bei der Sprachtelefonie, hier lag Unitymedia gemeinsam mit EWE hinten. Ursache waren vor allem lange Verbindungsaufbau- und Sprachlaufzeiten. Auch die Ladezeiten der getesteten Webseiten waren nicht optimal und reichten für insgesamt 422 Punkte und Platz 3.

O2 konnten sich im Vergleich zum Vorjahr auf den vierten Platz steigern. Sehr gut waren die Teilergebnisse bei den Sprachmessungen, beispielsweise bei den Laufzeiten von Verbindungen zwischen den IP-Netzen. Auch die Ladezeiten von Webseiten, Uploads und die Pufferzeiten von Videoabrufen wurden als erfreulich bewertet. Die Upload-Datenrate bei Anschlüssen mit 50/10 und 100/40 MBit/s wurde jedoch häufig unterschritten. Insgesamt gab es mit 420 Punkten das Urteil "gut".

Connect: Vodafone nur auf Platz 5

Vodafone zeigte sehr gute Verbindungsaufbauzeiten bei Sprachtelefonie und die zweitschnellsten Upload-Zeiten bei Fotobüchern. Dem standen jedoch schlechte Ergebnisse bei den Upload- und Downloadmessungen gegenüber. Probleme gab es auch im Kabel: Bei Anschlüssen mit 400/25 und 500/50 MBit/s fiel eine häufige Unterschreitung der zugesicherten Datenrate auf. Damit kam Vodafone mit 392 Punkten nur auf Platz 5.

Der Münchner Stadtnetzbetreiber M-net sicherte sich zum dritten Mal in Folge den Gesamtsieg mit 450 Punkten. Gemeinsam mit Telekom und Unitymedia gab es die besten Ergebnisse bei schnellem Internet, schnellste Antwortzeiten zu Gaming-Servern, sehr gutes Web-TV und die zweitbesten Resultate bei der Telefonie.

Der Festnetztest wurde zum neunten Mal in Folge mit dem Dienstleister Zafaco durchgeführt. Automatisierte Testsysteme an 48 Standorten nahmen laut den Angaben im Mai und Juni 2018 rund 4,4 Millionen Messungen vor und analysierten dabei die Sprachqualität, Daten- und Fehlerraten, Antwortzeiten sowie die Videoqualität beim Web-TV.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 72,99€ (Release am 19. September)
  3. 334,00€

altuser 07. Jul 2018

Ich vermute: weil M-Net kein bundesweiter Anbieter ist. Das geht leider selbst aus dem...

altuser 07. Jul 2018

Nö, sicher nicht. Aber einer von Wenigen, die kaum einen Satz in verständlicher...

Bibbl 06. Jul 2018

Versucht doch bitte mal einen Betriebsrat zu gründen. Das würde eurem Unternehmen und den...

freshcuruba 06. Jul 2018

der Fehler ist Supervectoring ist bei mir noch nicht Verfügbar :D

superdachs 06. Jul 2018

1und1 möchte nicht mit machen weil sie gerade viel umstellen und da unter Umständen...


Folgen Sie uns
       


Katamaran Energy Observer angesehen

Die Energy Observer ist ein Schiff, das ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben wird und seinen Treibstoff zum Teil selbst produziert. Wir haben es in Hamburg besucht.

Katamaran Energy Observer angesehen Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Strom-Boje Mittelrhein: Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
Strom-Boje Mittelrhein
Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein

Ein Unternehmen aus Bingen will die Strömung des Rheins nutzen, um elektrischen Strom zu gewinnen. Es installiert 16 schwimmende Kraftwerke in der Nähe des bekannten Loreley-Felsens.

  1. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  2. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um
  3. Erneuerbare Energien Wellenkraft als Konzentrat

    •  /