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Vor- und Nachteile von Puppet und Saltstack

Puppet ist das älteste der hier vorgestellten Programme für das Konfigurationsmanagement. Bereits 2005 veröffentlicht, galt es lange als Maß der Dinge. Die Agenten der Open-Source-Community-Version können schon auf einer großen Anzahl an Betriebssystemen laufen, die Enterprise-Version bringt dann noch mal Support für weitere Systeme wie IBMs oder F5 Big-IP Hardware mit, trotzdem werden nicht alle Systeme unterstützt.

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Puppet setzt wie Chef auf einen Server und Clients, letztere heißen bei Puppet allerdings Agents, der Server ist der Puppet-Master. Es gibt die Möglichkeit, Puppet auch serverless zu betreiben, dann müssen die Konfigurationsdaten aber per Hand zum Beispiel aus einem Git-Repository geholt werden - Aktualität kann also schnell zum Problem werden. Puppet-Konfigurationsdateien sind ebenfalls in einer Ruby-DSL geschrieben, nur heißen die Konfigurationspakete hier einfach Module.

Die ausprogrammierten Konfigurationsdateien werden Manifest genannt. Manifestdateien sind im Prinzip eine Sammlung von Konfigurationen und Tasks, die einen fertigen Systemzustand herbeiführen. Puppet kompiliert die Manifestdateien in Catalogs, diese Kataloge stehen dann für die einzelnen Nodes mit ihren Agenten zur Abholung bereit.

In der Standardkonfiguration fragen die Agenten den Puppet-Master alle 30 Minuten nach ihrer Soll-Konfiguration, vergleichen diese mit ihrem Ist-Zustand und ändern entsprechend alles, um zum Soll-Zustand zu kommen. Sofortige Remote Execution gibt es dadurch bei Puppet zwar nicht, der Anspruch an Fachwissen durch die benötigten Ruby-Kenntnisse ist hoch, aber die Verwaltung der Konfigurationen ist auf die Arbeitsweise von Systemadministratoren zugeschnitten - mehr als bei den anderen Tools jedenfalls.

Auch Puppet hat eine Community, die fertige Module zum Herunterladen anbietet: die Puppet Forge. Hier sind über 6.000 Module zu finden, deutlich weniger als bei Ansible, dafür gibt man sich hier mehr Mühe, nicht mehr aktuelle Pakete wieder zu entfernen.

Saltstack kann das alles auch

Saltstack wurde von der gleichnamigen Firma im Jahr 2011 veröffentlicht und wird oft einfach nur als Salt bezeichnet. Es gehört mit Ansible zu der moderneren Hälfte der an dieser Stelle vorgestellten Configuration-Management-Werkzeuge. Wie Ansible setzt Salt zur Konfiguration auf Python und YAML, kann aber sowohl in einer clientbasierten Version wie Puppet und Chef als auch in einer SSH-basierten Version wie Ansible betrieben werden. Die Konfigurationen sind bei Saltstack Formulas.

In der Server-Client-Version heißen die Server Salt Master, die Clients sind die Salt Minions, die wie bei Puppet zusammenarbeiten. In der SSH-Version gelten die gleichen Vor- und Nachteile wie bei Ansible, nur hat Salt bereits einige Event-Trigger vorgesehen und bietet nicht nur eine API dafür an. Zudem kann Salt mit mehreren Mastern arbeiten; Ansible, Puppet und Chef bieten als Redundanz nur Backup-Master an, die bei einem Server-Ausfall übernehmen.

Seit der 2013 veröffentlichten Version 0.14.0 beinhaltet Salt ein Advanced Cloud Control System. Salt unterstützt 25 Cloud-Systeme, darunter AWS, Azure, VMware, IBM Cloud und Openstack.

Die Community von Salt ist nicht so groß wie bei den anderen vorgestellten Lösungen. So gibt es im Formula Github der Saltstack-Entwickler nur 340 Formulas. Während bei den anderen Systemen oftmals aus mehreren Konfigurationspaketen unterschiedlicher Entwickler für eine bestimmte Anwendung ausgewählt werden kann, gibt es bei Salt nur ein einziges.

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VanCoding2 10. Sep 2020 / Themenstart

Das ist schon richtig, Nix löst nicht alle Probleme. Gewisse löst es aber dermassen gut...

club-mate 10. Sep 2020 / Themenstart

Blocks könnten hier vielleicht die Lösung sein: https://docs.ansible.com/ansible/latest...

ElZar 10. Sep 2020 / Themenstart

OPSI ist eine tolle Lösung, aber für einen anderen Zweck. OPSI ist eine klassische...

ixs 09. Sep 2020 / Themenstart

Klar, wenn man eigene Provider schreiben will oder wenn man Facter erweitern will etc...

DragonSGA 09. Sep 2020 / Themenstart

Das ist einer von vielen Fehlern im Artikel. Leider ist der komplette Ansible Teil mehr...

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