Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Condor: Flugunterhaltung per WLAN

Mit dem Bordunterhaltungssystem können die Passagiere während des Fluges per WLAN mit ihren eigenen Notebooks, Smartphones und Tablets die elektronischen Medienangebote nutzen. Die Airline spart dadurch viel Geld.
/ Andreas Donath
21 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Condor-Passagiere können künftig über WLAN-Netzwerk auf den Bordserver zugreifen. (Bild: Lufthansa Systems)
Condor-Passagiere können künftig über WLAN-Netzwerk auf den Bordserver zugreifen. Bild: Lufthansa Systems

Die Fluggesellschaft Condor ist der erste Anbieter des Bordunter­haltungssystems Boardconnect von Lufthansa Systems, das über mehrere WLAN-Access-Points in der Kabine den Passagieren ermöglicht, mit ihren eigenen Endgeräten auf die mitgeführten Angebote zuzugreifen.

Boardconnect(öffnet im neuen Fenster) ist nicht etwa ein Internetzugang für die Flugreisenden, sondern ermöglicht ihnen nur den Zugriff auf den Bordserver und dessen Videos, Musik und andere Informationen. Welche das genau sind, verriet Condor noch nicht. Lufthansa Systems betonte, dass sich mit dem Angebot auch neue Einnahmequellen an Bord erschließen lassen und den Passagieren ein maßgeschneidertes Programm geboten werden kann.

Die Umrüstung einer Passagiermaschine auf Boardconnect soll während normaler Wartungsarbeiten oder Nachtstopps möglich sein. Eine aufwendige Verkabelung bis zu den Sitzen der einzelnen Passagiere, was bei bisherigen Bildschirmlösungen der Fall war, entfällt. Auch die Betriebskosten sollen niedriger sein als bei in die Rücksitzlehne eingebauten Bordunterhaltungssystemem. Zudem kann durch die Gewichtseinsparung der Spritverbrauch gesenkt werden.

Zunächst soll ab Mitte September 2012 für einen Test eine einzelne, zweistrahlige Boeing 767-330(ER), Kennzeichen D-ABUZ, von Condor mit Boardconnect unterwegs sein. Auf welcher Strecke die Maschine eingesetzt wird, soll bald auf der Condor-Webseite online veröffentlicht werden(öffnet im neuen Fenster) .

Ein richtiger Internetzugang hat beim Fliegen nach wie vor Seltenheitswert. Wer wissen will, ob ein solches Angebot auf einem Flug zur Verfügung steht, kann die Flugsuchmaschine Hipmunk nutzen, die anzeigen kann, auf welcher Verbindung der Anwender in der Luft ins Internet gehen kann.

Auf Kurzstrecken hat sich der Internetzugang im deutschen Luftraum bislang nicht etablieren können. Das mag auch an der ablehnenden Haltung der Passagiere liegen. In einer 2011 veröffentlichten Studie hieß es, dass nur zehn Prozent der Deutschen SMS und die Internetnutzung an Bord befürworten.


Relevante Themen