Concept One ausprobiert: Oneplus lässt die Kameras verschwinden

Oneplus hat sein erstes Konzept-Smartphone vorgestellt. Dessen einziger Zweck es ist, die neue ausblendbare Kamera zu zeigen.

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Und weg sind die Kameras.
Und weg sind die Kameras. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Auf der Elektronikfachmesse CES 2020 hat Oneplus sein erstes Konzept-Smartphone vorgestellt. Mit technischen Details zum Concept One hält sich der chinesische Hersteller eher zurück; im Vordergrund soll die neue Technologie stehen, mit der die Dreifachkamera auf der Rückseite ausgeblendet werden kann. Golem.de konnte sich den Prototyp anschauen.

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Das Ausblenden geschieht mit Hilfe von elektrochromem Glas, das unter anderem auch im McLaren 720S verwendet wird. Oneplus hat die Technik vom Autohersteller übernommen, mit dem das chinesische Unternehmen bereits seit längerem zusammenarbeitet. Zwischen zwei dünne Glasscheiben ist ein elektrochromes Material eingelassen, das seine Lichtdurchlässigkeit durch Anlegen von Gleichspannung ändern kann.

Im Falle des Concept One wird beim Öffnen der Kamera-App die Gleichspannung verringert, so dass die drei Kameraobjektive sowie der Blitz sichtbar werden. Schließen wir die Kamera-App, wird die Spannung wieder angelegt, das Glas verdunkelt sich und die Objektive sowie der Blitz verschwinden. Abgedunkelt ist zwischen dem Kameraglas und dem normalen Glas auf der Rückseite kaum ein Unterschied auszumachen; bei bestimmtem Lichteinfall sind die Objektive aber noch leicht zu erkennen.

Technologie dient auch als ND-Filter

Die Technologie lässt sich beim Concept One auch während der Aufnahme verwenden. Im Pro-Modus der Kamera-App können wir die Verdunkelung als ND-Filter zuschalten. Dieser ist bei sehr grellen Umgebungen hilfreich oder wenn eine Langzeitaufnahme bei Tageslicht gemacht werden möchte. Bei den uns gezeigten Geräten ließ sich die Stärke des ND-Filters nicht verändern, dies sollte technisch gesehen aber problemlos möglich sein.

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Oneplus zufolge bestand bei der Entwicklung des Concept One die Schwierigkeit, das elektrochrome Glas deutlich dünner zu machen als bei bisherigen Anwendungen. Die beiden Glaspanels sind jeweils nur 0,1 mm dünn, zusammen misst die Glasabdeckung nur 0,35 mm Dicke. In nur 0,7 Sekunden wechselt das Glas von durchsichtig zu abgedunkelt - das ist weniger, als die Kamera-App zum Starten benötigt.

  • Das Oneplus Concept One hat eine Kameraabdeckung aus elektrochromem Glas, das auf Knopfdruck ...
  • ... die Kameras und den Blitz verdeckt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Technologie kann auch bei Kameraaufnahmen verwendet werden, etwa bei sehr hellen Motiven. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das elektrochrome Glas fungiert dann als ND-Filter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Oneplus Concept One hat eine Kameraabdeckung aus elektrochromem Glas, das auf Knopfdruck ...

Der Sinn hinter der Kameraabdunkelung ist Oneplus zufolge ein ästhetischer: Ohne sichtbare Kamera wirkt die Rückseite des Smartphones aufgeräumter. Wann der Hersteller die Technologie in einem seiner Smartphones verwenden wird, ist aktuell noch unbekannt.

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demon driver 12. Jan 2020

Die Menschen? Das ist sicher nicht das Vorbild. Sagt das jetzt mehr über dich oder über...

m9898 12. Jan 2020

Eine elektrochrome Scheibe verhält sich annähernd wie ein Kondensator. Nach dem...

n0x30n 09. Jan 2020

Auch bei einer normalen Handykamera musst du immer eine Schutzscheibe über den Sensor...

E-Narr 09. Jan 2020

Das Nokia N8, also der Vorgänger (siehe Video), hatte also auch schon einen!? Hatte das...



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