Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Comscore: Facebook kann in den USA kaum noch zulegen

In den USA steuert Facebook auf eine Sättigung zu. Zuletzt wuchsen die Besucherzahlen nur noch um 5 Prozent. Vor einem Jahr legte das soziale Netzwerk noch um 24 Prozent zu.
/ Achim Sawall
20 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Bild: Valentin Flauraud/Reuters

Facebooks Wachstum hat sich in den USA stark verlangsamt. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf statistische Angaben von Comscore, die der Zeitung exklusiv vorliegen. Im April 2012 verzeichnete das weltgrößte soziale Netzwerk in den USA 158 Millionen Unique Visitors. Das bedeutet einen Zuwachs um nur 5 Prozent und steht für das schwächste Wachstum, seit Comscore im Jahr 2008 begonnen hat, Facebooks Besucher zu messen.

Comscores Media-Metrix-Ranking wird monatlich veröffentlicht. Zum deutschen Markt werden Angaben zur Facebook-Nutzung voraussichtlich in der nächsten Woche erscheinen, erklärte Comscore Golem.de.

Im April 2011 betrug das Wachstum Facebooks in den USA noch 24 Prozent, 89 Prozent wurden im April 2010 erreicht. Im April 2012 verbrachten die Facebook-Nutzer in den USA sechs Stunden auf der Plattform, ein Zuwachs um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Doch 2011 wurde noch ein Wachstum um 23 Prozent erzielt, 2010 legte Facebook noch um 57 Prozent zu.

Doch die Verlangsamung erfolgte auf einem hohen Niveau: 71 Prozent der 221 Millionen Internetnutzer in den USA haben einen Facebook-Account. Und bei Facebook verweilen die Nutzer bereits länger als auf irgendeiner anderen Website in den USA. Alle Google-Seiten, Youtube eingeschlossen, kamen im April 2012 auf vier Stunden, Yahoo erreichte 3,5 Stunden der Nutzerzeit.

Bei solch einer dominanten Stellung und so viel auf der Website verbrachten Zeit seien "sinkende Zuwachsraten ein natürlicher Bestandteil des Wachstumszyklus" , sagte Comscore-Analyst Andrew Lipsman.

Laut Facebooks Pflichtmitteilungen zum Börsengang erzielte das Unternehmen im Jahr 2011 rund 56 Prozent seines Anzeigenumsatzes von 3,1 Milliarden US-Dollar in den USA. Analysten erwarten 2012 einen Umsatzanteil von 51 Prozent aus den USA.


Relevante Themen