Computerspielpreis: Entwickler fordern Einbeziehung von USK-18-Spielen
Die Debatte um die Neuausrichtung des Deutschen Computerspielpreises ist eröffnet: Der vor allem viele Entwickler vertretende Game Bundesverband der deutschen Games-Branche hat ein Positionspapier ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) mit Vorschlägen für die zuletzt sehr umstrittene Auszeichnung veröffentlicht. Darin wird unter anderem die "vorbehaltslose Einbeziehung sämtlicher digitaler Spiele mit Alterskennzeichnung – also auch einer USK 18-Wertung" gefordert. In den vergangenen Jahren gab es auch innerhalb der Jury immer wieder Streit um gewalthaltige Spiele.

Die Vertreter von Game fordern außerdem, dass der Computerspielpreis sich künftig stärker am Filmpreis orientiert – aufgrund der "kulturellen Bedeutung und der wirtschaftlichen Implikation der Branche" , die heute bereits größer als die Filmwirtschaft sei. Dabei geht es vor allem um die vom Staat bereitgestellten Fördergelder: Während es für Spielentwickler jeweils 300.000 Euro von der Regierung und der Branche gibt, können die Gewinner beim Filmpreis insgesamt rund drei Millionen Euro an Unterstützung für künftige Projekte erhalten.
Des Weiteren schlägt der Verband eine grundlegende Überarbeitung der Kategorien vor. Derzeit gibt es etwa ein Bestes Mobilegame und ein Bestes Browsergame, jedoch kein Bestes PC- oder Konsolenspiel. Thorsten Unger von Game: "Wir wollen uns von einer technischen Betrachtung lösen und mehr auf Inhalte abstellen. Besonders herausragende kreative Leistungen und eine hohe Innovationskraft eines Spiels sind für uns deutlich auszeichnungswürdiger, als die Tatsache, dass ein Spiel auf dem ein oder anderen Gerät genutzt werden kann."
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