Computerspiele: Geniale Geheimtipps von Atomkraft bis Alltag

Radioaktive Abenteuer in Chernobylite und der (vermeintliche) Alltag in The Last Stop: Golem.de stellt ungewöhnliche Spiele-Neuheiten vor.

Artikel von Rainer Sigl veröffentlicht am
Artwork von Chernobylite
Artwork von Chernobylite (Bild: The Farm 51)

Wie jedes Jahr kommt die herbstliche Welle an Vollpreisspielen der großen Publisher langsam in Gang. Schon jetzt ist absehbar, dass sich im Oktober und November die Veröffentlichungen fürs Weihnachtsgeschäft wieder gegenseitig Konkurrenz machen.

Inhalt:
  1. Computerspiele: Geniale Geheimtipps von Atomkraft bis Alltag
  2. Death's Door, Escape from Naraka und Arboria

Exemplarisch sei hier hier der Kampf der beiden Actionspielserien Battlefield 2042 und Call of Duty Vanguard genannt.

Wer nicht nur Blockbuster spielt, kann sich ganzjährig immer wieder mit neuen spannenden Games beschäftigen. Auch im Sommer 2021 haben viele kleinere Studios ihre Fans mit Unterhaltung versorgt.

Golem.de stellt Geheimtipps vor, die vielleicht während der großen Ferien an ihrem Publikum vorbeigegangen oder gerade frisch erschienen sind.

Chernobylite: Abenteuer beim Kernreaktor

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Sieht aus wie ein hübscheres Stalker, ist aber etwas ganz anderes: Das polnische Entwicklerstudio The Farm 51 hat mit dem Genrehybriden Chernobylite tatsächlich etwas Originelles mit dem in Computerspielen schon legendären Setting gemacht; gerade erst hat das Spiel den Early Access beendet.

Spieler sind in der First-Person-Perspektive nahe der Umgebung des Unglückskraftwerks in der Ukraine unterwegs. Der gewaltsame Kampf gegen Soldaten oder Mutanten ist hier aber nicht die Hauptsache.

Stattdessen stehen die gelungene Handlung, das Management einer Basis samt Personal und ein bisschen Survival-Sandbox auf dem Programm.

Über 100 Tage haben die Entwickler in der realen Todeszone recherchiert und das Ergebnis kann sich sehen lassen: So grafisch spektakulär war man bislang noch nicht in Prypjat unterwegs.

Das eher schleichlastige Gameplay, die ambitionierte Story und vor allem die umwerfende Atmosphäre machen Chernobylite zum spannenden Einzelstück.

Erhältlich für Windows-PC; rund 30 Euro. Xbox One und Playstation 4 ab 28. September 2021.

Chernobylite

The Last Stop: Überraschung in London

Drei sehr verschiedene Menschen erleben im London der Gegenwart ein Abenteuer, das sich vom Banal-Alltäglichen zum unglaublichen Trip entwickelt - mehr zu verraten, würde diesem Adventure schon einen Teil seines Reizes nehmen.

Dank toller Geschichte, irrer Wendungen und vor allem sympathischer, ziemlich komplexer Figuren ist The Last Stop eine spannende Achterbahnfahrt mit Überraschungen.

Zu Beginn ist noch unklar, wie sich die Schicksale der drei separat spielbaren Figuren kreuzen. Trotzdem folgt man ihren - genretypisch linearen - Wegen gern und mit wachsendem Interesse.

Nach dem Erstling Virginia, der an das surreale Amerika von David Lynch erinnerte, liefert das britische Entwicklerstudio Variable State mit The Last Stop ein weiteres Mal ein außergewöhnliches Adventure ab - diesmal allerdings mit recht englischem Charme.

Erhältlich für Windows-PC, Playstation 4 und 5, Xbox One und Series X/S sowie für Nintendo Switch; rund 21 Euro.

Omno: Gewaltfrei entdecken

Manche Spiele kommen ganz ohne Gewalt und Kampf aus und bezaubern nur durch die Magie der Entdeckung. Omno ist so eines. Das Kickstarter-finanzierte Debütspiel des deutschen Animateurs Jonas Manke entführt in eine verträumt-fantastische Welt voller magischer Momente.

Als namenloser Wanderer ist man mit seinem vielseitig einsetzbaren Zauberstab auf einer friedlichen Reise. Omno hat schon vor dem Release viele Fans gefunden: Auf Tiktok wurden kurze Clips, in denen Manke erstaunlich abwechslungsreiche Szenen aus dem Spiel präsentiert, millionenfach geteilt und geliket. Das fertige Spiel ist ein wunderbar meditatives, stets sympathisches Feelgood-Game für alle Altersgruppen. Wer Journey und seine Epigonen mag, darf sich hier auf eine weitere schöne Pilgerschaft freuen.

Erhältlich für Playstation 4, Xbox One und Series X/S sowie Windows-PC; rund 18 Euro.

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Death's Door, Escape from Naraka und Arboria 
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