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Klemens Krause ist der Herr der Rechner im Computermuseum der Uni Stuttgart.
Klemens Krause ist der Herr der Rechner im Computermuseum der Uni Stuttgart. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Computermuseum Stuttgart: Als Computer noch ganze Räume füllten

Klemens Krause ist der Herr der Rechner im Computermuseum der Uni Stuttgart.
Klemens Krause ist der Herr der Rechner im Computermuseum der Uni Stuttgart. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Welt blickt auf 70 Jahre Entwicklung moderner Computer zurück, die Erinnerung an die Herausforderungen der damaligen Entwickler verblasst aber zunehmend. Im Computermuseum der Uni Stuttgart lässt sich der Aufwand der frühen Computernutzung noch nachempfinden.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

Automatisch schauen wir beim Aussteigen aus der S-Bahn an der Station "Universität" in Stuttgart noch einmal auf unser Smartphone. Gleich rechts entlang, sagt uns Google Maps - auf einem Computer, der in nahezu unfassbarer Weise leistungsstärker ist als die Geräte, die wir gleich sehen werden - und dabei kleiner als deren Handbücher.

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Die Universität Stuttgart beherbergt ein kleines Computermuseum, die ältesten Computer stammen aus den 1950er Jahren, die jüngsten aus den 1980er Jahren. Das Besondere in Stuttgart ist der Umstand, dass die ausgestellten Computer alle noch funktionieren: Wir können an jedem Rechner herumspielen, was weitaus eindrucksvoller ist, als vor ausgeschalteten Geräten zu stehen.

  • Ein Gang des Computermuseums der Universität Stuttgart. Rechts eine Reihe von PDP-8-Computern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Alle Rechner im Museum funktionieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Sammlung besteht aus alten Computern öffentlicher Einrichtungen wie auch aus privaten Spenden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Display des LGP-30, einem Rechner aus dem Jahr 1958. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zur Sammlung gehören auch kleinere Rechner und Experimentierboards, hier rechts auf dem Tisch zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein PC von HP mit "Touch"-Display: Per Infrarotschranke wird die Position des Fingers mehr oder weniger akkurat erkannt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein tragbarer IBM 5120, auf dem Sokoban läuft. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • An Commodore-Pet-Computern mangelt es dem Museum nicht - diese Geräte werden häufig gespendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Zilog-Z80-basierter Computer des japanischen Herstellers SORD (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Schaltpult der IBM 1130 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein PDP-8 von DEC (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Tastatur der IBM 1130 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Computer von Wang (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • IBMs Modell 5100 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine Reihe an unterschiedlichen PDP-Modellen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Museum hat auch eine Ecke mit Apple-Computern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Unter den Apple-Geräten befindet sich auch ein Lisa, der mit einem damaligen Verkaufspreis von 20.000 DM grandios gescheitert ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Eingabefeld eines PDP-11 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der PDP-11 von DEC (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Computer von Philips mit Eingabe-Switches (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Bandlaufwerk eines PDP-11 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dieses Bandlaufwerk wird ebenfalls von einem PDP-11 genutzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der PDP-8/L war eine kompaktere Variante des PDP-8. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Rechner von Raytheon (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf dem LAB-8/E von DEC lässt sich Space Wars spielen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein LAB-8/E von DEC (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Museum der Uni Stuttgart hat auch eine umfangreiche Sammlung an Tischrechnern mit Nixi-Röhren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Friden Flexowriter, das Ein- und Ausgabegerät des LGP-30 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Verschiedene Platinen des PDP-Systems (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich: Links im Bild eine PDP-Platine, rechts ein Steckmodul des LGP-30 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Röhren des LGP-30 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Flexowriter ist eine von Friden umgebaute IBM-Schreibmaschine. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über die Schreibmaschine wird mit dem LGP-30 kommuniziert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Programme werden per Lochkarten in den LGP-30 eingeben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Programmsammlung für den LGP-30 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf einem Monitor mit Lichtgriffel-Steuerung kann ein Mondlandespiel gespielt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Spiel läuft auf einem der PDP-Rechner. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Museumsdirektor Klemens Krause legt einen Lochstreifen in den LAB-8/E ein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Terminal TEK 4015 von Tektronix bot bereits vor über 30 Jahren eine Auflösung von  4.096 x 3.072 Bildpunkten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein analoger Computer von Telefunken (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Verschiedenste Rechner im Computermuseum der Universität Stuttgart (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Osborne 1 gilt als der erste erfolgreiche tragbare Computer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Rechner von MGB mit Einzeilendisplay (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Museumsdirektor Klemens Krause am Schaltpult der IBM 1130 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zur Sammlung in Stuttgart gehören auch teilweise sehr alte und wertvolle Rechenmaschinen, wie etwa die kleine Curta links unten am Bildrand. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Modul eines Zuse Z22 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Librascope LGP-30 steht direkt im Eingangsbereich des Museums. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein VT/78 von DEC (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Ein Gang des Computermuseums der Universität Stuttgart. Rechts eine Reihe von PDP-8-Computern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Verantwortlich für das Museum ist Klemens Krause, der seit 20 Jahren hier Computer ausstellt, die andere nicht mehr haben wollen. Ungefähr 100 Quadratmeter stehen Krause zur Verfügung, der an der Uni als Systemadministrator arbeitet. "Ich könnte allerdings problemlos 600 Quadratmeter mit funktionierenden Computern füllen", sagt Krause, während er zwischen den Regalen voller Rechner umherläuft.

Bekannte Computer und viele Exoten

Hier stapeln sich Computer über Computer bis unter die Decke, in jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken. Von bekannten Modellen wie dem Commodore PET oder dem Osborne 1 bis zu eher spezielleren Maschinen wie einem CP/M-Computer des japanischen Herstellers SORD oder einem analogen RAT-Rechner von Telefunken finden sich unterschiedlichste Kapitel der Computergeschichte. Einen nicht unerheblichen Teil der ausgestellten Sammlung machen verschiedene PDP-Rechner von DEC (Digital Equipment Corporation) aus, von denen das Museum fast jedes Modell besitzt - und die teilweise so groß wie Kleiderschränke sind und zusammen mit Laufwerken und anderem Zubehör ganze Räume füllen können.

Das Museum in Stuttgart ist entstanden, weil Krause und sein damaliger Chef Sammler waren. Die Basis für die heutige Sammlung sind auch Geräte, die Krause in seiner Abteilung an der Uni selbst verwendet hat. "Der Druck, die Sachen irgendwann wegzuschmeißen, war nicht sehr groß", erklärt Krause. "Ich habe die Teile aufbewahrt und zum Beispiel am Tag der Wissenschaft vorgeführt."

Anzahl der Geräte in der Sammlung: unbekannt 

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mathew 15. Aug 2017

Nichts ... ! Andere Frage: Ist das belegt, dass Zuse deshalb seine Versuchsmodelle in Z...

Grimeton 08. Aug 2017

Fehlen noch die Hosenträger und der Bart :-P https://farm1.static.flickr.com/87...

Crass Spektakel 04. Aug 2017

Ich hab die Zeit selber miterlebt "als die Computer verständlich wurden". Ein typischer...

UserName-001 25. Jul 2017

Es gäbe da noch meinen Keller. ;-) Und das >> http://www.technikum29.de/

honna1612 25. Jul 2017

Piko os. Kommt aus mit 8 bit und paar kb ram. Das sollte ab den 1965 maschinen laufen. :D



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