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Klemens Krause ist der Herr der Rechner im Computermuseum der Uni Stuttgart.
Klemens Krause ist der Herr der Rechner im Computermuseum der Uni Stuttgart. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Anzahl der Geräte in der Sammlung: unbekannt

Im Laufe der Jahre ist die Sammlung gewachsen - wie viele Geräte es insgesamt sind, weiß Krause gar nicht. 1997 ging Krauses Vorgesetzter in Pension, der neue Chef hielt von der Sammlung nicht viel. "Ich bin dann im Hause herumgelaufen und habe bei den anderen Professoren gefragt, was sie von einem Computermuseum hielten", sagt Krause. Kurz gesagt: Die Idee kam gut an, und Krause durfte das Museum offiziell eröffnen.

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  • Ein Gang des Computermuseums der Universität Stuttgart. Rechts eine Reihe von PDP-8-Computern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Alle Rechner im Museum funktionieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Sammlung besteht aus alten Computern öffentlicher Einrichtungen wie auch aus privaten Spenden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Display des LGP-30, einem Rechner aus dem Jahr 1958. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zur Sammlung gehören auch kleinere Rechner und Experimentierboards, hier rechts auf dem Tisch zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein PC von HP mit "Touch"-Display: Per Infrarotschranke wird die Position des Fingers mehr oder weniger akkurat erkannt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein tragbarer IBM 5120, auf dem Sokoban läuft. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • An Commodore-Pet-Computern mangelt es dem Museum nicht - diese Geräte werden häufig gespendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Zilog-Z80-basierter Computer des japanischen Herstellers SORD (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Schaltpult der IBM 1130 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein PDP-8 von DEC (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Tastatur der IBM 1130 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Computer von Wang (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • IBMs Modell 5100 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine Reihe an unterschiedlichen PDP-Modellen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Museum hat auch eine Ecke mit Apple-Computern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Unter den Apple-Geräten befindet sich auch ein Lisa, der mit einem damaligen Verkaufspreis von 20.000 DM grandios gescheitert ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Eingabefeld eines PDP-11 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der PDP-11 von DEC (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Computer von Philips mit Eingabe-Switches (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Bandlaufwerk eines PDP-11 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dieses Bandlaufwerk wird ebenfalls von einem PDP-11 genutzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der PDP-8/L war eine kompaktere Variante des PDP-8. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Rechner von Raytheon (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf dem LAB-8/E von DEC lässt sich Space Wars spielen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein LAB-8/E von DEC (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Museum der Uni Stuttgart hat auch eine umfangreiche Sammlung an Tischrechnern mit Nixi-Röhren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Friden Flexowriter, das Ein- und Ausgabegerät des LGP-30 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Verschiedene Platinen des PDP-Systems (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich: Links im Bild eine PDP-Platine, rechts ein Steckmodul des LGP-30 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Röhren des LGP-30 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Flexowriter ist eine von Friden umgebaute IBM-Schreibmaschine. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über die Schreibmaschine wird mit dem LGP-30 kommuniziert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Programme werden per Lochkarten in den LGP-30 eingeben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Programmsammlung für den LGP-30 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf einem Monitor mit Lichtgriffel-Steuerung kann ein Mondlandespiel gespielt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Spiel läuft auf einem der PDP-Rechner. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Museumsdirektor Klemens Krause legt einen Lochstreifen in den LAB-8/E ein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Terminal TEK 4015 von Tektronix bot bereits vor über 30 Jahren eine Auflösung von  4.096 x 3.072 Bildpunkten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein analoger Computer von Telefunken (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Verschiedenste Rechner im Computermuseum der Universität Stuttgart (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Osborne 1 gilt als der erste erfolgreiche tragbare Computer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Rechner von MGB mit Einzeilendisplay (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Museumsdirektor Klemens Krause am Schaltpult der IBM 1130 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zur Sammlung in Stuttgart gehören auch teilweise sehr alte und wertvolle Rechenmaschinen, wie etwa die kleine Curta links unten am Bildrand. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Modul eines Zuse Z22 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Librascope LGP-30 steht direkt im Eingangsbereich des Museums. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein VT/78 von DEC (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Sammlung besteht aus alten Computern öffentlicher Einrichtungen wie auch aus privaten Spenden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Vergleiche mit der Rechenpower von Smartphones hört Krause während der zweistündigen Öffnungszeiten pro Woche oder bei speziellen Vorführungen der Rechner oft, das liegt aufgrund der immer weiter fortschreitenden Miniaturisierung im Computerbereich auch durchaus nahe. Ein Smartphone hat Chips mit einer Transistorenanzahl im Milliardenbereich - Krause hat hingegen Computer im Museum, die gar keine Transistoren haben. Die rasante Entwicklung im Chip-Bau wird in einem Computermuseum sichtbar, in Stuttgart sogar greifbar.

In Stuttgart funktioniert jede einzelne Maschine

Die hohe Anzahl an funktionierenden Rechnern unterscheidet das Computermuseum in Stuttgart vom Computer History Museum (CHM) in Mountain View, direkt im Silicon Valley. Dort ist die Ausstellungsfläche zwar um ein Vielfaches größer, die Exponate sind wertvoller und die Sammlung ist umfangreicher; funktionierende Computer sind im CHM allerdings rar. Das hat bei unserem Besuch dort den "Aha-Effekt" durchaus geschmälert: Einen Computer aus den 1950er Jahren nur anzuschauen ist etwas anderes, als dem Gerät bei der Arbeit zuzusehen.

Wir haben das exemplarisch anhand des Librascope LGP-30 beobachten können. Der LGP-30 könnte rein äußerlich eine schicke Tiefkühltruhe aus den 1950er Jahren sein - eine türkisfarbene Metallkiste mit einer Zierleiste aus Chrom, ungefähr 1,20 Meter breit, aufklappbarer Deckel. Die riesige Kiste ist allerdings ein Computer der ersten Generation, bestückt mit über 100 Röhren und ungefähr 700 Germaniumdioden; Transistoren hat das Gerät noch nicht. Die CPU hat 15 Flip-Flops, der Trommelspeicher kann insgesamt 4.096 Wörter speichern. Der Rechner kam im Jahr 1956 auf den Markt und kostete damals 47.000 US-Dollar - inflationsbereinigt entspricht dies heute über 420.000 US-Dollar. In Deutschland kostete der Computer 250.000 DM, zu einer Zeit, in der ein technischer Angestellter im Monat 700 DM verdiente.

Rechner von 1958 berechnet Wurzeln wie am ersten Tag

Im CHM steht der LGP-30 schick beleuchtet und ausgeschaltet in einer Ecke, mit einem kleinen Erklärungsschildchen versehen. In Krauses Museum hingegen wird der Computer regelmäßig hochgefahren und zu Berechnungen herangezogen. Als Ein- und Ausgabegerät nutzt Krause einen Friden Flexowriter, eine modifizierte Schreibmaschine von IBM. Die Bedienung scheint Krause genauso leicht von der Hand zu gehen wie die Nutzung eines modernen Computers - die vom LGP-30 verwendete Hochsprache ACT-III stellt für ihn kein Hindernis dar.

Einen Röhrencomputer wie den LGP-30 in Aktion zu sehen, macht bewusst, was für eine Entwicklung die Computertechnik in den vergangenen 60 Jahren genommen hat. Einfach an- und ausschalten lässt sich der Rechner nicht, drei Minuten dauert es, bis die ersten Eingaben vorgenommen werden können. Nach dem Ausschalten sollen Nutzer laut Anleitung 45 Minuten warten, bis sie den LGP-30 wieder einschalten. Dieses Zeitlimit dehnt Krause bei einem Alter des Rechners von 60 Jahren vorsichtshalber aus.

Zu beobachten, wie der LGP-30 Quadratwurzeln berechnet und in gemächlicher Ruhe auf der angeschlossenen Schreibmaschine ausgibt, ist faszinierend. Das Rattern der Lochstreifen und das Rauschen des riesigen Ventilators am Boden des LGP-30 verursachen eine Geräuschkulisse, vor der Klagen über die Lüftergeräusche heutiger Rechner geradezu lächerlich erscheinen.

 Computermuseum Stuttgart: Als Computer noch ganze Räume fülltenMechanische Probleme sind häufiger als elektronische 

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mathew 15. Aug 2017

Nichts ... ! Andere Frage: Ist das belegt, dass Zuse deshalb seine Versuchsmodelle in Z...

Grimeton 08. Aug 2017

Fehlen noch die Hosenträger und der Bart :-P https://farm1.static.flickr.com/87...

Crass Spektakel 04. Aug 2017

Ich hab die Zeit selber miterlebt "als die Computer verständlich wurden". Ein typischer...

UserName-001 25. Jul 2017

Es gäbe da noch meinen Keller. ;-) Und das >> http://www.technikum29.de/

honna1612 25. Jul 2017

Piko os. Kommt aus mit 8 bit und paar kb ram. Das sollte ab den 1965 maschinen laufen. :D



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