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Die NVA, eine unbekannte Verbündete

Neben Wissenschaftlern und Entwicklern gab es noch andere Unix-Begeisterte in der DDR, etwa Oberst Joachim Göller, Leiter der Zentralstelle für Nachrichtennetze in der NVA. Von diesem Gleichgesinnten in der Nationalen Volksarmee wussten Fischer und Clauß jedoch nichts.

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Auch Göller motivierte die Portierbarkeit des Systems, bedingt durch den schnellen Wechsel zur Verfügung stehender Rechner- und Prozessortypen, wie der mittlerweile Verstorbene 1991 in Topix schrieb, einer Zeitschrift für Unix, die von 1985 bis 1992 erschien.

Göller setzte sich in der NVA für das alternative Betriebssystem ein und warb auch bei einem "guten Bekannten" im Zentralkommittee der SED dafür. Im Jahr 1983 wurde eine Arbeitsgruppe zur "Implementierung und Verbreitung des Software-Systems UNIX für die 16-Bit-Mikroprozessortechnik in der DDR" gegründet. Das Ziel der Arbeitsgruppe war laut Gründungspapier, "die möglichst schnelle und breite Nutzung des UNIX-Systems in der DDR mit hohem ökonomischen Nutzen zu erreichen".

Auch gegen dieses Vorhaben gab es Widerstände. Göller berichtete von einem Stellvertreter des Hauptstabschefs für die Automatisierung der Truppenführung (AT), der bis 1987 bei der NVA im Dienst war und Unix nicht befürwortete. Ursache der Antihaltung sei "eine gewisse Hörigkeit gegenüber den Systemideologen des Kombinates Robotron" gewesen.

Letztlich arbeitete die NVA vor allem mit dem WEGA-System des KEAW. Im Herbst 1985, so Göller in seinem Beitrag, habe die Zentralstelle für Nachrichtennetze dann ein "echtes Multiuser-System" in Betrieb nehmen können. Obwohl breite Begeisterung geherrscht habe, habe sich an der ablehnenden Haltung der AT-Führung nichts verändert.

"Die scheinbar widersinnige Reaktion hatte Ursachen, die wieder mit der Politik von Robotron zusammenhingen", schrieb Göller. Der damalige Regierungsbeauftragte für die Mikroelektronik sei von MS-DOS überzeugt gewesen und auch die AT-Administration in der NVA habe MS-DOS als "das alleinige Betriebssystem für Mikrorechner erklärt".

Später habe sich seine NVA-Abteilung mehrere P8000-Rechner vom KEAW besorgt, die Finanzierung habe man aus Forschungsgeldern - "mehr oder weniger illegal" und an der AT-Führung vorbei - bestritten.

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 Robotron war von Unix wenig begeistertEin weiteres Magnetband taucht in Chemnitz auf 
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janoP 28. Mai 2019

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Manto82 28. Mai 2019

Same here :) "Was macht ein Waschsalon bei Golem!? Smarte Waschmaschinen?"

muhviehstarrr 28. Mai 2019

Scan das mal ein und lad es hoch ;)

HansiHinterseher 27. Mai 2019

Und das ist heute im Westen anders? Natürlich ist das der gleiche Grund, es geht um mehr...

HansiHinterseher 27. Mai 2019

Pascal und Modula haben es sicherlich nicht gekannt. Pascal war ja eine Lernsprache, da...


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