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Der Apple Lisa mit zwei Diskettenlaufwerken
Der Apple Lisa mit zwei Diskettenlaufwerken (Bild: Wikipedia/mschlindwein/CC-BY-SA 3.0)

Computergeschichte: Quellcode für Apples Lisa von 1983 wird frei verfügbar

Der Apple Lisa mit zwei Diskettenlaufwerken
Der Apple Lisa mit zwei Diskettenlaufwerken (Bild: Wikipedia/mschlindwein/CC-BY-SA 3.0)

Ein Software-Kurator belebt eines der ersten GUI-Betriebssysteme wieder: Lisa 7/7 von 1983. Die Umwandlung nach Unix-Konventionen ist bereits fertig und wird von Apple geprüft. Der Lisa gilt als ein Wegweiser in Apples Unternehmensgeschichte.

Das Betriebssystem des Apple Lisa, einem der ersten Personal Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche, wird es wohl bald für Nutzer als Quelltext geben. Software-Kurator Al Kossow vom Computer History Museum in Kalifornien konnte das System nach aktuellen Unix-Konventionen wiederherstellen. Momentan werde der Quellcode vom Besitzer Apple geprüft.

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Nach diesem Vorgang können heutige Nutzer ein Stück Geschichte des Unternehmens Apple neu erleben. Schon 1978 wurde der Lisa samt Betriebssystem entwickelt. Ein Jahr später zog Apple-Gründer Steve Jobs Inspiration aus der Workstation Xerox Alto und dessen mausgesteuerter GUI für das Lisa-Projekt. Allerdings wurde er 1982 aus dem Projektteam entfernt, da er zu viele Anforderungen an das Gerät stellte und etliche Verbesserungsvorschläge machte. Er arbeitete schließlich am Projekt Macintosh weiter. Der Lisa kam im Jahr 1983 auf den Markt.

Ein finanzieller Flop

Die Einführung des Prozessors Motorola 68000 machte das ressourcenfordernde GUI-Betriebssystem des Lisa erst möglich. Apple verbaute diesen Chip mit 5 MHz Taktrate auf der Hauptplatine des Lisa, zusammen mit einem Megabyte Arbeitsspeicher. Die zwei 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerke konnten mit jeweils 871 KByte großen Disketten betrieben werden. Allerdings waren dies spezielle, nur mit Lisa kompatible Datenträger. Die Laufwerke an sich waren zudem sehr unzuverlässig und neben dem absurd hohen Preis von damals 10.000 US-Dollar (heute inflationsbedingt etwa 24.000 US-Dollar) einer der größten Kritikpunkte des Systems. Die GUI forderte die Motorola-CPU zudem stark, worunter die Arbeitsleistung des Lisa litt.

Im Jahr 1984 konnte der Apple Macintosh von Jobs' Entwicklerteam den Lisa komplett ersetzen. Er war schneller und preiswerter. Anfangs fehlten ihm aber einige Funktionen des Lisa, etwa Protected Memory. Es wurden nur etwa 100.000 Exemplare des Lisa verkauft - ein finanzieller Flop für das wohl fast 50 Millionen US-Dollar teure Projekt.

Lisa 7/7 für sieben Office-Programme

Das Lisa-Betriebssystem ist in zwei verschiedene Nutzermodi gegliedert: das Office System und den Workshop. Nur ersterer Modus verfügt über eine grafische Benutzeroberfläche samt Menüleiste, Drop-Down-Menüs, grafischem Taschenrechner und Desktop Icons. Später wurde das Office System in Lisa 7/7 umbenannt, in Anlehnung an die sieben verfügbaren Programme auf dem Computer - etwa Lisawrite, Lisacalc und Lisadraw. Diese wurden über einzelne Disketten geladen. Der Workshop hingegen ist eine textbasierte Programmierschnittstelle für fortgeschrittene Nutzer.

Es wird interessant, zu sehen, ob und inwiefern das Lisa-7/7-Betriebssystem funktionieren wird. Probleme könnte es bereits bei der Echtzeituhr des Systems geben, die die Zeit mit einem 4 Bit großen Integerwert für die Jahreszahl zählt. Das Startjahr war damals 1980. Die Uhr konnte also nur bis in das Jahr 1995 zählen. Die Veröffentlichung des Betriebssystems ist für das Jahr 2018 geplant.


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david_rieger 30. Dez 2017

Eine Frau ist aber (meist) genetisch als auch äußerlich eindeutig weiblich. Der Name...

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demon driver 29. Dez 2017

Die beiden diesbezüglichen Sätze, besonders mit dem Zusatz "aktuell", ergeben keinen...

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on(Golem.de) 29. Dez 2017

Hallo Deja-Vue, ganz genau, die Angabe bezieht sich auf das Jahr. Apple hatte als...

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