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Was lange währt, wird gut?

Dadurch, dass jeder Punkt einzeln gesetzt werden muss, dauert ein Druckvorgang entsprechend lange. Wie lange, hängt aber auch von der Druckqualität ab. Die kann der Anwender beeinflussen, denn Nadeldrucker haben verschiedene Modi, die hohe Qualität, hohe Geschwindigkeit oder einen Kompromiss aus beidem ermöglichen.

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Über den Treiber kann in der Software häufig aus den Voreinstellungen "Draft", "NLQ" und "LQ" gewählt werden. Der Draft-Modus ermöglicht schnelle Probeausdrucke von minderer Qualität. Unabhängig von der eigentlichen Nadelanzahl werden hier meist nur neun Nadeln verwendet, die ein einfaches Schriftbild in einem Raster von 8 x 9 Punkten bereitstellen. Der Geschwindigkeitsvorteil ist zwar signifikant, die Druckqualität lässt aber deutlich nach. Im Modus "NLQ" soll eine "Near Letter Quality" erreicht werden - also Ausdrucke, die nah an ein formelles Schreiben heranreichen.

Zur Zeit der Namensgebung dieser Modi wurden mechanische Schreibmaschinen mit Karbon-Farbbändern als Referenz für die Qualität von Korrespondenzschreiben herangezogen. Der "LQ"-Modus mit "Letter Quality" orientierte sich an eben dieser Schreibmaschinenqualität und liefert Ausdrucke mit einem bestmöglichen Schriftbild. Dabei wird der Druckkopf nicht nur langsamer bewegt, sondern die Nadeln auch sehr schnell und präzise angesteuert.

Moderne Tintenstrahl- und Laserdrucker haben diese Einordnung zwar seit langer Zeit überflüssig gemacht, die Begriffe sind aber bis heute geblieben. Jeder einfache Laserdrucker erreicht die vom "LQ"-Modus angestrebte Qualität, weshalb Nadeldrucker in nahezu keinem Büro mehr zu finden sind. Der Papierdurchsatz ist selbst bei Tintenstrahldruckern höher und allein die geringere Betriebslautstärke ist ein nicht unwesentlicher Vorteil gegenüber Nadeldruckern. Letztere laufen zudem bei längerem Betrieb heiß und liefern keine einheitliche Qualität - je nachdem wie abgenutzt das Farbband bereits ist. Nicht zuletzt sind Nadeldrucker als Nischenprodukt mit einem hohen Anschaffungspreis verbunden.

Aktuelle Nadeldrucker im Praxistest

Auf dem aktuellen Druckermarkt bieten nur noch zwei große Hersteller serienmäßig gefertigte Nadeldrucker an. Neben Oki, die ihre ersten Erfolge mit Nadeldruckern feierten, hält sich auch Epson hartnäckig. Die Preisspannen der angebotenen Modelle reichen von 250 bis über 1.000 Euro, je nach Typ und Anwendungszweck. Ein Drucker für über 1.000 Euro bietet zum Beispiel eine höhere Durchschlagskraft und Netzwerkfunktionen, die ein Gerät für unter 500 Euro nicht zu bieten hat. Zudem ist die Störanfälligkeit bei teureren Geräten häufig niedriger.

Der Epson LQ-690 stellt eine Zwischenlösung dar. Für circa 780 Euro bietet er 24 Nadeln, eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 529 Zeichen pro Sekunde und den Druck von einem Original mit bis zu sechs Durchschlägen. Zudem kann das Gerät über USB oder Parallelschnittstelle mit bereits vorhandener Technik verbunden werden. Direkt nach dem Einschalten stört der Epson-Drucker die Ruhe im Büro mit einem langanhaltenden Fiepen, das vermutlich auf Spulen zurückzuführen ist. Im Vergleich zu dem Geräusch beim Drucken ist es aber zu vernachlässigen.

  • Der Nadeldrucker Epson LQ-690 mit 24 Nadeln (Bild: Epson Deutschland GmbH)
  • Ausdruck eines Lieferscheins für Heizöl (Bild: Mike Wobker)
  • Druckqualität des Epson LQ-690 (von oben nach unten: 120x180, 180x180, 360x180 dots per inch) (Bild: Mike Wobker)
  • Der Nadeldrucker ML5520eco von Oki (Bild: Oki Deutschland)
  • Druckqualität des ML5520eco von Oki (von oben nach unten: 60x72, 120x72, 120x144, 240x144 dotsper inch) (Bild: Mike Wobker)
  • Screenshot der Treibereinstellungen des ML5520eco von Oki (Bild: Mike Wobker)
  • Screenshot der Treibereinstellungen des ML6300FB-SC von Oki (Bild: Mike Wobker)
  • Der Nadeldrucker ML6300FB-SC mit 24 Nadeln von Oki (Bild: Oki Deutschland)
  • Druckqualität des ML6300FB-SC von Oki (von oben nach unten: 60x180, 120x180, 180x180, 360x180, 360x360 dots per inch) (Bild: Mike Wobker)
  • Screenshot der Treibereinstellungen des Epson LQ-690 (Bild: Mike Wobker)
Der Nadeldrucker Epson LQ-690 mit 24 Nadeln (Bild: Epson Deutschland GmbH)

Wie die meisten Nadeldrucker wurde auch der Epson LQ-690 nicht für den automatischen Einzelblatteinzug konzipiert. Nutzer haben daher die Möglichkeit, ihre Durchschlagsformulare oder einzelne A4-Seiten manuell in das Gerät zu legen und daraufhin den Druck zu starten. Dabei kann die Einzugsbreite jederzeit angepasst werden, so kann man auch ein DIN-A4-Format quer oder DIN-A3-Seiten im Hochformat bedrucken. Der Blatteinzug erfolgt von vorn, da auf der Rückseite die Transportrollen für Endlospapier untergebracht sind. Sie sind mit Nasen ausgestattet, in die der Rand des Endlospapiers eingelegt wird. Der Transport erfolgt rein mechanisch und muss in der Regel nicht beaufsichtigt werden.

  • Der Nadeldrucker Epson LQ-690 mit 24 Nadeln (Bild: Epson Deutschland GmbH)
  • Ausdruck eines Lieferscheins für Heizöl (Bild: Mike Wobker)
  • Druckqualität des Epson LQ-690 (von oben nach unten: 120x180, 180x180, 360x180 dots per inch) (Bild: Mike Wobker)
  • Der Nadeldrucker ML5520eco von Oki (Bild: Oki Deutschland)
  • Druckqualität des ML5520eco von Oki (von oben nach unten: 60x72, 120x72, 120x144, 240x144 dotsper inch) (Bild: Mike Wobker)
  • Screenshot der Treibereinstellungen des ML5520eco von Oki (Bild: Mike Wobker)
  • Screenshot der Treibereinstellungen des ML6300FB-SC von Oki (Bild: Mike Wobker)
  • Der Nadeldrucker ML6300FB-SC mit 24 Nadeln von Oki (Bild: Oki Deutschland)
  • Druckqualität des ML6300FB-SC von Oki (von oben nach unten: 60x180, 120x180, 180x180, 360x180, 360x360 dots per inch) (Bild: Mike Wobker)
  • Screenshot der Treibereinstellungen des Epson LQ-690 (Bild: Mike Wobker)
Druckqualität des Epson LQ-690 (von oben nach unten: 120x180, 180x180, 360x180 dots per inch) (Bild: Mike Wobker)

Der LQ-690 verfügt zudem über Bedienungselemente, mit deren Hilfe sich die Ausrichtung von Seiten manuell beeinflussen lässt. Während diese mechanischen Aspekte Auswirkungen auf das Papier und den Druck von Zeichen an der richtigen Stelle haben, ist der Druckertreiber maßgeblich für die Druckqualität verantwortlich. Die Angaben beziehen sich allerdings nicht mehr auf die oben genannten Modi, sondern werden in "Dots per Inch" angegeben. Weniger Punkte stehen für einen schnellen Druck mit geringerer Qualität und mehr Punkte dementsprechend für eine höhere Qualität und einen langsameren Druck. Die Lautstärke eines Nadeldruckers ist wie gesagt nicht zu vernachlässigen: Epson bescheinigt dem LQ-690 zwar einen Schalldruckpegel von unter 70 dB, dies entspricht allerdings immer noch dem Geräusch eines Staubsaugers. Zum Vergleich: In einer normalen Büroumgebung werden durchschnittlich 50 dB(a) gemessen.

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  • Der Nadeldrucker Epson LQ-690 mit 24 Nadeln (Bild: Epson Deutschland GmbH)
  • Ausdruck eines Lieferscheins für Heizöl (Bild: Mike Wobker)
  • Druckqualität des Epson LQ-690 (von oben nach unten: 120x180, 180x180, 360x180 dots per inch) (Bild: Mike Wobker)
  • Der Nadeldrucker ML5520eco von Oki (Bild: Oki Deutschland)
  • Druckqualität des ML5520eco von Oki (von oben nach unten: 60x72, 120x72, 120x144, 240x144 dotsper inch) (Bild: Mike Wobker)
  • Screenshot der Treibereinstellungen des ML5520eco von Oki (Bild: Mike Wobker)
  • Screenshot der Treibereinstellungen des ML6300FB-SC von Oki (Bild: Mike Wobker)
  • Der Nadeldrucker ML6300FB-SC mit 24 Nadeln von Oki (Bild: Oki Deutschland)
  • Druckqualität des ML6300FB-SC von Oki (von oben nach unten: 60x180, 120x180, 180x180, 360x180, 360x360 dots per inch) (Bild: Mike Wobker)
  • Screenshot der Treibereinstellungen des Epson LQ-690 (Bild: Mike Wobker)
Screenshot der Treibereinstellungen des Epson LQ-690 (Bild: Mike Wobker)
 Computergeschichte: Nadeldrucker - eine überholte Technik?Okis Nadeldrucker und Fazit 
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wupme 02. Nov 2018

Ärzten geht es hierzulande eher um die AUB die ja Durchschläge haben muss. Von Rezepten...

wupme 02. Nov 2018

Wer im Büro auf billigdrucker setzt ist selbst schuld.

Minihawk 30. Okt 2018

ich habe zahlreiche Drucker in Videotheken immer wieder durch Ölen der Laufschienen auf...

der_wahre_hannes 29. Okt 2018

Dann hast du es falsch eingelegt! Sobald die erste Seite rauskommt, muss man sie...


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