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Computergeschichte: Apollo-Navigationscomputer der Nasa kann Bitcoin schürfen

Ein 35 kg schwerer Klotz mit Ferritringspeicher - trotzdem hat der Bastler Ken Shirriff den restaurierten AGC der Nasa zum Schürfen von Bitcoin konfigurieren können. Das habe viel Aufwand und manuelles Anpassen des Sha-256-Algorithmus gekostet, sagte der Entwickler.

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Der AGC war für damalige Verhältnisse leicht und kompakt.
Der AGC war für damalige Verhältnisse leicht und kompakt. (Bild: Ken Shirriff)

Computerhistoriker haben einen Apollo Guidance Computer der Nasa aus den 60er Jahren zum Laufen bekommen. Auf dem Sammlerstück aus einem privaten Sortiment hat der Entwickler Ken Shirriff zudem versucht, auf dem System Bitcoin-Mining zu betreiben. Das Ergebnis: Der AGC kann einen Sha-256-Hash-Wert in zehn Sekunden berechnen, schreibt das IT-Magazin Ars Technica. "Der Computer ist so langsam, dass es etwa die milliardenfache Existenzzeit des Universums dauern würde, um erfolgreich einen Bitcoin-Block zu schürfen", sagt Shirriff.

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Neben dieser extrem langsamen Rechenleistung hatte der Bastler Probleme damit, den Bitcoin-Algorithmus überhaupt zum Laufen zu bringen. Der AGC verarbeitet Instruktionen im 15-Bit-Format. Moderne Computer und Mining-Asics nutzen 32 oder 64 Bit. Das trifft auch auf die 32-Bit-Operationen von Sha-256 zu, die beim Bitcoin-Mining verwendet werden. Aus diesem Grund hat er den Algorithmus in drei Teile aufgespalten: einen 4-Bit-Teil und zwei 14-Bit-Teile, die der Computer jeweils nacheinander verarbeitet.

4 KByte Speicher für Sha-256

Shirriff musste außerdem einige Speicherinstruktionen in Subroutinen selbst schreiben, die moderne Computer und auch Sha-256 nutzen - etwa Rotate und Shift. Dabei ist der Speicher selbst ein Problem, der in etwa 4 KByte groß ist und Informationen in magnetisierten Ferritringen aufbewahrt. "Ich habe es geschafft, alles in eine Speicherbank zu pressen, indem ich dieselben 16 Wörter für mehrere Zwecke genutzt habe", sagt Shirriff. Das sei mit viel Debugging verbunden gewesen.

Der AGC wurde von der Nasa für viele Apollo-Missionen als Navigationscomputer genutzt. Er war für die damalige Zeit modern, da er bereits mit integrierten Schaltkreisen ausgestattet war und nur etwa 35 kg wog. Im Jahr 2016 konnten Bastler ein Exemplar vor der Verschrottung retten und wieder zum Laufen bringen.

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FreiGeistler 12. Jul 2019

Bei der ersten Mondlandung war der doch hoffnungslos überfordert, gab Meldung über...

elgooG 12. Jul 2019

Danke für den Tipp! Der Kanal ist echt äußerst interessant.

elgooG 12. Jul 2019

Erst Doom dann Crysis! Das Ding braucht sicher 3 Jahre für die Berechnung eines Frames. :D

Anonymer Nutzer 12. Jul 2019

da es keine saubere umwandlung gibt ... ist gegen erzeugung oder verbrauch zu wettern das...

Symposium 11. Jul 2019

Den Job würde ich ablehnen, danke.


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