Computerausfall: Service-Mitarbeiter soll British Airways lahmgelegt haben

Ein menschlicher Fehler soll der Grund für das Chaos bei der Fluggesellschaft BA gewesen. Der Mitarbeiter eines Service-Unternehmens könnte den Stromausfall im Rechenzentrum ausgelöst haben.

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Flugzeuge der BA auf dem Flughafen Heathrow (Symbolbild): 75.000 Passagiere von einem Stromausfall im Rechenzentrum betroffen
Flugzeuge der BA auf dem Flughafen Heathrow (Symbolbild): 75.000 Passagiere von einem Stromausfall im Rechenzentrum betroffen (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Ohne Strom arbeiten Computer nicht: Ein Stromausfall hat am 27. Mai 2017 das Computersystem der Fluglinie British Airways (BA) lahmgelegt. Mutmaßlich war eine Panne bei Wartungsarbeiten die Ursache. Ein Mitarbeiter eines Wartungsunternehmens soll den Vorfall unabsichtlich ausgelöst haben. Das berichtet die britische Tageszeitung The Times unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter der Fluggesellschaft.

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Eine Bestätigung der BA gibt es dafür nicht. Die Fluggesellschaft untersucht derzeit die Ursache des Stromausfalls. Ein Grund sei noch nicht gefunden, teilte die BA mit. CBRE, das Unternehmen das für die Wartung des Rechenzentrums nahe dem Flughafen Heathrow zuständig ist, betonte ebenfalls, dass noch kein Ergebnis der Untersuchung vorliege. Alles andere sei Spekulation, die jeder Grundlage entbehre, sagte ein Vertreter der Tageszeitung The Guardian.

Der Stromausfall beschädigte Computer

Der Mitarbeiter soll bei Routinearbeiten den Strom zunächst auf Ersatzversorgung und dann wieder zurück auf die Hauptversorgung umgeschaltet haben. Letzteres sei nicht nach der vorgeschriebenen Methode geschehen und habe so zu einem Stromschlag geführt, der viele Computer beschädigte.

Der Vorfall sorgte für reichlich Chaos: Durch den Ausfall des kompletten Computersystems mussten viele Flüge gestrichen werden, 75.000 Passagiere waren betroffen. Es dauerte mehrere Tage, bis die Systeme wieder alle zuverlässig liefen. Der Schaden soll rund 100 Millionen Euro betragen. Ein Informant sagte dem britischen Boulevardblatt The Sun, dass es aufgrund beschädigter Daten noch monatelang zu Beeinträchtigungen kommen kann.

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