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Computer Vision: Sonoma Creek soll KI-Entwicklung für alle ermöglichen

Ab Herbst will Intel Software anbieten, welche die Entwicklung KI-basierter Bildverarbeitung vereinfachen soll. Sie wird kostenpflichtig.
/ Johannes Hiltscher
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Künstlerische Darstellung von Computer Vision: Eine KI identifiziert Gegenstände. (Bild: Wikimedia Commons)
Künstlerische Darstellung von Computer Vision: Eine KI identifiziert Gegenstände. Bild: Wikimedia Commons / CC-BY 4.0

Intel möchte am umsatzträchtigen Geschäft mit KI teilhaben, das aktuell von Nvidia dominiert wird. Die Software Sonoma Creek soll dabei helfen, indem sie die Entwicklung von Modellen für Computer Vision vereinfacht. Wie The Register berichtet(öffnet im neuen Fenster) , soll sie ab Herbst verfügbar sein. Intel will damit ein attraktives Ökosystem(öffnet im neuen Fenster) schaffen, das den Absatz der eigenen CPUs und GPUs unterstützen soll.

Aktuell bietet Intel bereits OpenVINO(öffnet im neuen Fenster) an, das bei der Entwicklung und Optimierung von Deep-Learning-Modellen unterstützen soll. Es integriert mehrere Frameworks wie PyTorch und Tensorflow und soll effiziente Inferencing-Software für Intel-Hardware erzeugen. Inferencing nutzt ein angelerntes Modell zur Datenverarbeitung. Dabei soll OpenVINO automatisch die beste Hardware auf dem ausführenden Computer auswählen und die Rechenlast verteilen.

Geld verdient Intel damit aktuell allerdings nicht. Das soll Sonoma Creek ändern, das laut The Register als Abomodell oder Lizenz angeboten werden soll. Es baut auf OpenVINO auf und ergänzt Funktionen, die zur Modellentwicklung benötigt werden. Die beginnt mit der Bereitstellung der Daten und Auswahl eines geeigneten Modells. Anschließend werden Bilder oder Videos annotiert, was durch Assistenzsysteme unterstützt werden soll. Bei der Annotierung wird markiert, wonach die KI suchen soll.

Alles mit einer Oberfläche

Danach lernt das Modell anhand der annotierten Daten, der Lernerfolg wird überprüft und, wenn nötig, korrigiert. Am Ende wird es für den Einsatz optimiert. Das alles soll mit einer einheitlichen, leicht nutzbaren Web-Oberfläche passieren – bislang sind mehrere Tools erforderlich. Auch Menschen ohne KI-Kenntnisse sollen effizient mit Sonoma Creek arbeiten können, da die Software beispielsweise bei der Modellauswahl unterstützt. Zudem will Intel laut dem Bericht Beratung und Support anbieten – ebenfalls kostenpflichtig.

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Sonoma Creek soll sowohl als Cloud-Dienst als auch auf eigener Hardware nutzbar sein. Eine einfach nutzbare Software für alle Arbeitsschritte soll dafür sorgen, dass mehr Intel-Hardware für Aufgaben wie Materialprüfung oder medizinische Bildanalyse zum Einsatz kommt. Das können normale CPUs sein, Erweiterungen wie Advanced Matrix Extension (AMX) oder die Vector Neural Network Instructions (VNNI) zielen speziell auf neuronale Netze. Auch die Arc-GPUs sollen so attraktiver werden, außerdem bietet Intel mit dem Myriad X einen Chip speziell für die Bildverarbeitung an.


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