Computer: Nvidia-KI programmiert Pacman-Klon durch Zusehen

Nvidias KI hat Pacman nur durch Zuschauen nachgebaut - das Ergebnis hat allerdings seine Einschränkungen.

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Nom nom nom!
Nom nom nom! (Bild: Pixabay/CC0 1.0)

Nvidia hat mit Hilfe zahlreicher KI-Routinen den Videospieleklassiker Pacman nachprogrammieren lassen. Die künstliche Intelligenz hat dabei kein Hintergrundwissen zum Code des Programms gehabt, sondern seine Informationen lediglich durch Beobachtung gewonnen, wie Ars Technica berichtet.

Eine Gruppe von vier Computern, jeder mit einer Quadro GV100 ausgestattet, hat Pacman-Gameplay über einen Zeitraum von über 50.000 Stunden beobachtet. Die Computergruppe nennt Nvidia GameGAN (Game Generative Adversarial Network). Das Spiel selbst wurde von einer anderen KI gesteuert. Dadurch konnte Nvidia Simulationen parallelisieren und auf mehrere Server verteilen, was das Training in Echtzeit signifikant beschleunigt.

Aus den durch die Beobachtung gewonnen Daten soll die künstliche Intelligenz dann einen eigenen Klon generiert haben, der in dem von Nvidia gezeigten Material absolut spielbar aussieht. Dabei werden alle bekannten Funktionen von Pacman unterstützt, also beispielsweise das Einfangen der Geister, nachdem Pacman ein Power-up aufgenommen hat.

Spielbare Version soll kommen

GameGAN hat sich die Regeln von Pacman ausschließlich aus visuellen Informationen erschlossen - etwa was passiert, wenn der gelbe Kreis sich über ein Pellet bewegt oder er in einen Geist steuert. Ähnlich würde auch ein Mensch eine eigene Version des Spieles entwickeln, wenn er dessen Regeln und Optik nicht kennen würde: durch Zuschauen. Eine spielbare Version des Klons soll im Laufe des Sommers 2020 verfügbar gemacht werden.

Im Interview mit Ars Technica betonten Nvidia-Vertreter, dass die GameGAN-Technologie Spieleentwickler eines Tages beim Programmieren unterstützen könnte. Bis dahin dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen, schaut man sich das Resultat aus 50.000 Stunden Beobachtung eines relativ einfachen Spiels wie Pacman an.

Die Auflösung liegt bei ungefähr 128 x 128 Pixeln, die Framerate bei 50 fps. Um etwa moderne 3D-Strukturen generieren zu können, dürften aktuell weitaus mehr Beobachtungszeit als 50.000 Stunden notwendig sein.

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