Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Compute Engine: Googles neue VMs sind unbeständig - und dafür günstig

In Googles Cloud können nun auch sogenannte Preemptible VMs gebucht werden, die nicht länger als 24 Stunden laufen und vielleicht sogar vorher abrupt ausgeschaltet werden. Kunden soll diese Ungewissheit aber besonders wenig kosten.
/ Sebastian Grüner
34 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Preemptible VMs der Google Cloud schalten sich plötzlich ab. (Bild: Wikimedia: Nyshita talluri - CC-BY-SA 3.0)
Preemptible VMs der Google Cloud schalten sich plötzlich ab. Bild: Wikimedia: Nyshita talluri - CC-BY-SA 3.0

Weil wir "keine dauerhafte Verfügbarkeit garantieren, können wir sie im Vergleich zu herkömmlichen Instanzen mit einem wesentlich geringerem Preis anbieten" , beschreibt Google die Angebotsgestaltung der sogenannten Preemptible VMs(öffnet im neuen Fenster) für die Compute Engine. Dabei handelt es sich um virtuelle Maschinen (VM), die jederzeit durch Google ausgeschaltet werden können, spätestens jedoch nach 24 Stunden Laufzeit.

Das mag zwar sehr einschneidend sein, eigne sich aber insbesondere für verteilt laufenden Anwendungen mit einer hohen Fehlertoleranz, die nicht auf die durchgehende Verfügbarkeit jeder einzelnen Instanz angewiesen seien. Abgesehen von dem möglichen unvorhersehbaren Stop der VMs verhielten sich diese aber genauso wie bei dem sonst üblichen Angebot, heißt es.

Vorteile für Google und seine Kunden

Mit Hilfe des neuen Angebots sei Google noch besser in der Lage, die Auslastung seiner Rechenzentren zu optimieren. So könnten mit den Preemptible VMs sehr wenig genutzte Kapazitäten ausgefüllt werden. Sollte die Rechenkraft aber zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder benötigt werden, kann diese eben durch das plötzliche Beenden der laufenden virtuellen Maschinen freigegeben werden.

Für Hadoop-Nutzer soll die Verwendung des neuen Dienstes besonders einfach möglich sein. So steht mit Bdutil ein Werkzeug bereit, das das Erstellen eines Hadoop-Clusters in der Google-Cloud ermöglicht. Durch das Hinzufügen einer Kommandozeilenoption können diesem nun auch die Preemptible VMs zugeteilt werden. Dabei lasse sich sogar angeben, wie viel Prozent des Clusters auf den neuartigen Maschinen laufen soll. Aktiv genutzt werden die speziellen VMs derzeit etwa von Googles Chrome-Team, das damit Fuzzing-Tests auf sehr vielen Instanzen betreibt, um unter anderem Sicherheitslücken aufzuspüren.

Details zu den Preisen(öffnet im neuen Fenster) stellt Google bereit.


Relevante Themen