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Compute Card: Intel stellt Rechnermodul teilweise ein

Die Compute Card verschwindet, das eigentliche Compute Modul bleibt jedoch: Intel wird die PCs in Kreditkartenform nicht weiter fortführen, aber Partner mindestens noch zwei Jahre mit neuer Hardware versorgen.
/ Marc Sauter
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Compute Card (Bild: Intel)
Compute Card Bild: Intel

Intel wird die im Januar 2017 erstmals präsentierten Compute Cards nicht weiterentwickeln. Das berichtete Tom's Hardware, dem ein Statement des Herstellers vorliegt: "Wir glauben weiter daran, dass es einen Markt für innovative Ideen im Bereich des modularen Computing gibt. Dennoch werden wir die Compute Cards nicht weiterentwickeln, aber unsere Partner bis Ende 2019 unterstützen."

Die Compute Cards sind genau genommen ein Modul in einem grob kreditkartengroßen Gehäuse mit 95 x 55 x 5 mm mit einem USB-C- und einem proprietären Anschluss. Eingeschoben in ein Host-System laufen darüber unter anderem Daten, Display und Stromversorgung.

Bisher verkaufte Intel eine Handvoll solcher Compute Cards mit unterschiedlicher Ausstattung: Die günstigen haben einen Atom-basierten Quadcore (Apollo Lake) mit 2 GByte oder 4 GByte Arbeitsspeicher und 64 GByte eMMC-Speicher, die teureren schnellere Dualcore-Modelle (Kaby Lake) samt bis zu 8 GByte RAM und 128 GByte Storage. Alle Varianten unterstützen Bluetooth 4.2 und ac-2x2-WLAN.

Allerdings plant Intel, anstelle der Compute Cards deren Innenleben künftig ohne Gehäuse zu verkaufen, das berichtet Computerbase(öffnet im neuen Fenster) mit Verweis auf bei PC-Eva(öffnet im neuen Fenster) durchgesickerte Roadmaps: Diesen zufolge stellt Intel die Compute Cards zwar 2019 ein, lässt aber 2020 neue Compute Modules folgen. Diese basieren auf aktuellen 15-Watt-Chips ( Whiskey Lake U ) mit zwei Kernen ohne Hyperthreading bis hin zu vier Kernen mit acht Threads samt 4 GByte oder 8 GByte Arbeitsspeicher sowie nur teilweise verlötetem eMMC-Storage. Zudem gibt es eine ac-9560 mit Bluetooth 5 und schnellerem ac-2x2-WLAN.


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