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Compiler-Sammlung: LLVM 11 bringt Fortran-Compiler

Das Compiler-Projekt LLVM entfernt mit der aktuellen Version 11 außerdem den Go-Compiler. Auch werden unterstützte Sprachen und Backends aktualisiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Das LLVM-Maskottchen ist ein Drache.
Das LLVM-Maskottchen ist ein Drache. (Bild: Pixabay)

Die Compiler-Sammlung LLVM ist in Version 11 erschienen. Neu hinzugekommen ist mit dem Werkzeug Flang ein Compiler für die schon recht alte, aber in bestimmten Bereichen weiter beliebte Sprache Fortran. In der E-Mail-Ankündigung von LLVM 11 wird das neue Fortran-Frontend als eines der Highlights der neuen Version bezeichnet. Praktisch einsetzen lässt sich Flang jedoch noch nicht.

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Bei dem neuen Compiler handelt es sich derzeit vielmehr noch um eine Veröffentlichung, die nach Angaben des Entwicklungsteams ausschließlich zum Experimentieren gedacht ist. Darüber hinaus lässt sich mit Flang und LLVM selbst derzeit auch nicht mehr anstellen. Zwar ist der Compiler bereits in der Lage, Fortran-Code zu parsen, er kann jedoch noch keinen LLVM-IR-Code erzeugen. Aus Letzterem könnte LLVM langfristig dann Binärcode für die jeweils gewünschte CPU-Architektur erzeugen. Dazu nutzt Flang bisher noch einen externen Compiler. Künftig soll dies nicht mehr nötig sein und der LLVM-Support für Fortran soll vollständig umgesetzt werden.

Aus seiner Sammlung entfernt hat das Team dagegen mit LLGo den Projekt-eigenen Go-Compiler. Dieser könnte künftig jedoch wiederbelebt werden, wie es in den offiziellen Release-Notes heißt. Der Clang-Compiler nutzt nun den C17-Standard, falls nicht anderes angeben wird. Unterstützt wird jetzt außerdem die GNU-C-Erweiterung asm inline, diese wird jedoch noch nicht kompiliert, sondern nur durch den Parser erkannt.

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Hinzu kommt zu Clang die Unterstützung für eine Vielzahl von ARMv8-Erweiterungen. Diese werden zudem als Backends unterstützt. Das Team hat auch den ARM-CPU-Support erweitert etwa für Fujitsus A64FX oder Marvells ThunderX3. Ausgebaut wurde auch die Unterstützung für Power10-CPUs und das RISC-V-Target. Für die x86-Architektur hat das Team den Support für einige neue Befehle sowie mit SESES einen Schutz gegen die LVI-Lücke in Intel CPUs umgesetzt. Das AMDGPU-Backend unterstützt nun AMDs Navi 2 alias RDNA 2. Weitere Details finden sich in den Release Notes der Einzelprojekte.

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