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Compiler: GCC 10.1 bringt Code-Analyse und Radeon GPU-Offload

Die neue statische Code-Analyse von GCC hat sich bereits in der Praxis bewährt. Zudem gibt es einen eBPF-Port.
/ Sebastian Grüner
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Die Gnu Compiler Collection ist in Version 10.1 erschienen. (Bild: Pixabay)
Die Gnu Compiler Collection ist in Version 10.1 erschienen. Bild: Pixabay

Die aktuelle Version 10.1 der Compilersammlung GCC ist erschienen(öffnet im neuen Fenster) . Das Entwicklerteam stellt seinen Nutzern mit der Option -fanalyzer erstmals eine neue statische Code-Analyse zur Verfügung, die laut der Ankündigung allerdings noch als experimentelle Funktion angesehen werden sollte. Das Werkzeug hat sich jedoch bereits in der Praxis bewährt.

So haben die Entwickler der Verschlüsselungsbibliothek OpenSSL damit einen Fehler gefunden , der in bestimmten Situationen genutzt werden kann, um eine Software abstürzen zu lassen. Interessant daran ist vor allem, dass OpenSSL inzwischen eigentlich als besonders gut überprüft und untersucht gilt. Dass die neue GCC-Funktion also dennoch einen vorhandenen Fehler aufgefunden hat, spricht für die Fähigkeiten der Code-Analyse. Der Red-Hat-Entwickler David Malcom hat die Funktion vor kurzem in einem ausführlichen Blogbeitrag erklärt(öffnet im neuen Fenster) .

Zu GCC neu hinzugekommen ist außerdem die Unterstützung für die OpenACC-Spezifikation in Version 2.6 sowie Verbesserungen für OpenMP 5.0. Beide dieser Implementierungen in GCC unterstützen nun außerdem das sogenannte Offloading für AMDs Radeon-GPUs. Zunächst ist das beschränkt auf die Fiji- und Vega-Modelle.

Die Compilersammlung unterstützt außerdem eBPF , eine mittlerweile fast universell einsetzbare virtuelle Maschine (VM) im Linux-Kernel. Die dient offenbar der Umsetzung für eine moderne Implementierung von Dtrace durch Oracle.

Die aktuelle Version von GCC unterstützt zudem eine Reihe neuer CPUs, darunter finden sich Cortex-Kerne von ARM sowie auch Marvells ThunderX3 oder die Intel-Chips der Cooperlake- und Tigerlake-Generation. Wie üblich haben die Entwickler den Sprachsupport erweitert, so etwa für den kommenden C-Standard C2X, der im kommenden Jahr verabschiedet werden soll, oder auch für C++20. Weitere Neuerungen listen die Release Notes(öffnet im neuen Fenster) .


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