Compiler-Baukasten: LLVM 15 erscheint mit experimentellem DirectX-Support

Mit LLVM können nun auch GPU-Shader für DirectX kompiliert werden. Außerdem unterstützt die Werkzeugsammlung das neue ARMv9.

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Das LLVM-Maskottchen ist ein Drache.
Das LLVM-Maskottchen ist ein Drache. (Bild: Pixabay)

Die Compiler-Werkzeugsammlung LLVM ist in Version 15.0.0 erschienen, wie das Projekt über sein Forum mitteilt. Neu hinzugekommen ist ein Backend für die Grafikschnittstelle DirectX aus Windows, das Microsoft zu dem Open-Source-Projekt hinzufügte. Noch ist die Unterstützung für das sogenannte DirectX-Target jedoch experimentell und wird nicht standardmäßig mit den Binärdateien verteilt, die das LLVM-Projekt selbst erstellt.

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Vor mehr als fünf Jahren stellte Microsoft seinen Compiler für die Shader-Sprache HLSL als Open Source zur Verfügung. HLSL sowie der zugehörige Compiler sind Teil der 3D-Grafikbibliothek DirectX. Das freie Analogon in OpenGL heißt GLSL. Mit Hilfe dieser Shader-Sprachen können 3D-Effekte programmiert werden. Zuvor nutzte Microsoft als Shader-Compiler die Eigenentwicklung Fxc. Der neue Shader-Compiler basiert auf LLVM und das neue Backend unterstützt die der DXIL (DirectX Intermediate Language), die wiederum auf der LLVM IR basiert. Die Arbeiten daran hatte Microsoft im Frühjahr dieses Jahres bekannt gegeben.

Neu hinzugekommen ist außerdem die Unterstützung für die neuen ARM-Architektur-Versionen ARMv9-A, ARMv9.1-A und ARMv9.2-A. Diese Architektur hatte der britische Chip-Designer ARM bereits im Frühjahr 2021 vorgestellt (g+) und erweitert damit die ARMv8-Architektur. Neu hinzugekommen sind dabei mehrere Beschleunigereinheiten und die Architektur soll vom Microcontroller- über den Smartphone- bis hin zum Server-CPU-Kern skalieren. Mit LLVM 15 unterstützt wird zudem die Cortex-M85-CPU, die noch auf ARMv8.1 basiert. Änderungen gibt es außerdem an den Backends für RISC-V und x86.

Für das Compiler-Frontend für C-artige Sprachen, Clang, hat das Team mit LLVM 15 außerdem Techniken umgesetzt, die die Sicherheit damit kompilierter Programme erhöhen soll. So gibt es nun die Möglichkeit, auf x86-Chips bestimmte Register zunächst mit Null zu überschreiben, bevor Werte von einer Funktion zurückgegeben werden. Das soll ROP-Angriffe erschweren. Zudem kann das Layout von Strukturen in C nun zufällig erzeugt werden. Damit soll das Erlangen von Informationen aus den Strukturen durch Angreifer erschwert werden.

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