Abo
  • IT-Karriere:

Community: "Wir leben im Zeitalter der Influencer"

Influencer und ihr Publikum sind nicht nur Kunden, sondern immer mehr Teil des Entwicklungsprozesses von Spielen: Blizzard und Twitch berichten über die neue Welt der Games.

Artikel veröffentlicht am ,
Twitch-Manager Ethan Evans auf der Devcom 2018 in Köln.
Twitch-Manager Ethan Evans auf der Devcom 2018 in Köln. (Bild: Peter Steinlechner / Golem.de)

"Spielentwickler müssen sich klar darüber sein, dass Games nicht mehr nur Spieler haben - sondern auch Zuschauer", sagte Ethan Evans, Spitzenmanager beim Videoportal Twitch, bei der Tagung Devcom in Köln. "Das ist eine fundamentale Neuerung, die noch nicht alle Studios verinnerlicht haben." Evans stellte auf der Devcom aktuelle Entwicklungen vor, die sich im Austausch von Community, Influencern und Streamern sowie eben Spielentwicklern ergeben.

Stellenmarkt
  1. STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Stuttgart
  2. Jetter AG, Ludwigsburg

Evans griff den werbewirksamen Fortnite-Tanz des französischen Fußballstars Antoine Griezmann während des WM-Finales 2018 vor einem Milliardenpublikum auf - wobei er nicht erwähnte, dass Griezmann im Normalfall immer noch auf klassischen TV-Geräten zu sehen war. Er betonte stattdessen, dass immer mehr Menschen beim Fernsehen die Interaktion fehle.

Auf Plattformen wie Twitch, Youtube oder Mixer sei das anders. Zum einen gebe es immer mehr Spiele, die auf die Interaktion zwischen Influencern und Publikum ausgelegt seien. Neben Fortnite sei es derzeit vor allem das gerade veröffentlichte Dead Cells, das auch dank einem speziellen Streamermodus Erfolge feiere. In dem Modus - der nur beim Streamen verfügbar ist - können Spieler und Zuschauer etwa rund um das Öffnen von Truhen interagieren.

Die immer größere Bedeutung von Influencern erkannte auch Blizzard. Auf der Devcom 2018 sprach die für den Aufbau der Community zuständige Managerin Saralyn Smith sogar vom "Zeitalter der Influencer". Diese seien längst nicht nur Marketingpartner, sondern auch Teil des Entwicklungsprozesses, indem die Games auf ihre speziellen Anforderungen hin optimiert würden.

Blizzard arbeite dabei nicht nur mit etablierten Größen zusammen, sondern helfe auch unabhängigen Streamern beim Aufbau der Community, etwa der inzwischen bekannten Streamerin mit dem Pseudonym Alliestrasza. Influencer wie sie spielen World of Warcraft auf den Videoportalen, sie stellen neue Karten in Hearthstone und neue Helden in Overwatch vor. Smith sagte, dass Blizzard dabei weiterhin in erster Linie nicht für die zahlenmäßig größere Gruppe der Casualgamer, sondern für Hardcorespieler arbeite - die gäben 300 Prozent mehr Geld für ihr Hobby aus.

Geld spielt in der Branche natürlich eine entscheidende Rolle, teils in merkwürdigen Wechselwirkungen. Evans sagte, dass viele Influencer inzwischen eine Provision bekämen, wenn sie etwa in Pubg mit schick aussehenden Waffen aufträten und so ihre Zuschauer dazu brächten, diese Gewehre ebenfalls zu kaufen.

Das führe aber auch dazu, dass die Spieler sich stärker an das Actionspiel gebunden fühlten und sich mehr engagierten. In der Branche empfinde man das als Win-Win-Win-Situation, in der alle gewännen - Influencer, Entwicklerstudios und Spieler.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 83,90€
  2. 98,99€ (Bestpreis!)
  3. 72,99€ (Release am 19. September)

Lanski 23. Aug 2018

Ich stimme Vash da voll und ganz zu. Ordentlich beschrieben. Aber da gibts noch eine...

Lanski 23. Aug 2018

Ich hab dann jetzt auch mal die andere Hälfte gelesen ... Davor wars leicht falsch zu...

Lanski 23. Aug 2018

Okay, einer von 100 sagt es wäre abzocke, dem schließen sich noch ein paar andere an...

Lanski 23. Aug 2018

ZDF Produktionen?

mrhbit 21. Aug 2018

wer daran glaubt, nichts hinterfragt und nicht mistrauisch ist, ist die Welt seine Scheibe.


Folgen Sie uns
       


Schneller 3D-Drucker vom Fraunhofer IWU - Bericht

Ein 3D-Drucker für die Industrie: Das Fraunhofer IWU stellte auf der Hannover Messe 2019 einen 3D-Drucker vor, der deutlich schneller ist als herkömmliche Geräte dieser Art.

Schneller 3D-Drucker vom Fraunhofer IWU - Bericht Video aufrufen
Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
  3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

    •  /