Community Fundings: Finanzierungsmethode von Sono Motors in der Kritik

Das Solarauto Sion von Sono Motors soll durch eine umstrittene Finanzierungsart unterstützt worden sein. Nach Angaben der Zeitschrift Capital(öffnet im neuen Fenster) und Finance Forward(öffnet im neuen Fenster) leisteten rund 21.000 Privatpersonen eine Einlage in Höhe von insgesamt 44 Millionen Euro bei Sion.
Sono Motors versäumte es möglicherweise jedoch, angemessen über die Risiken einer solchen Investition zu informieren.
Vorbesteller des Sono Sion fühlen sich über Risiken der Finanzierung getäuscht
Mehrere von Capital zitierte Anwälte gaben an, dass die Gemeinschaftsfinanzierungen nach dem deutschen Kreditgesetz verboten gewesen seien, da sie einer Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) bedurft hätten.
Sono Motors argumentiert, es habe sich bei der Entgegennahme von Reservierungsgebühren nicht um erlaubnispflichtige Geschäfte im Sinne des Kreditgesetzes gehandelt. Die Kunden seien angeblich aber nicht ausreichend über die Risiken aufgeklärt worden, als sie den Finanzierungsvereinbarungen zugestimmt hätten, heißt es in dem Bericht.
Dies könnte für Sono Motors ein Problem darstellen. Das Unternehmen betonte, immer das Ziel gehabt zu haben, erschwingliche solarelektrische Mobilität auf die Straße zu bringen. Man habe mehrfach mit der Bafin Kontakt gehabt, auch mit Blick auf andere Finanzierungsmöglichkeiten wie nachrangige Darlehen.
Nachdem das Auto gescheitert war , kündigte Sono Motors an, allen Vorbestellern das Geld zurückzuerstatten. Von den 44 Millionen Euro, die Kunden eingezahlt hatten, wurden dem Bericht zufolge bisher jedoch nur 1,7 Millionen Euro erstattet, weitere 800.000 Euro stehen noch aus.



