Commonwealth Fusion: Sparc-Fusionsreaktor erhält bessere Magnete als Iter

2025 soll der Sparc-Fusionsreaktor in Betrieb gehen. Die erste der Magnetspulen wurde angeliefert.

Artikel veröffentlicht am ,
Die erste Magnetspule für den SPARC Reaktor ist fertig. 2025 soll damit Kernfusion betrieben werden.
Die erste Magnetspule für den SPARC Reaktor ist fertig. 2025 soll damit Kernfusion betrieben werden. (Bild: Gretchen Ertl, CFS/MIT-PSFC, 2021)

Commonwealth Fusion ist einen Schritt näher an dem Ziel, bis 2025 den Sparc-Fusionsreaktor in Betrieb zu nehmen, über den Golem bereits im Oktober 2020 ausführlich berichtet hat. Die erste Supraleiter-Magnetspule wurde angeliefert und getestet. Das von Commonwealth Fusion selbst gesteckte Ziel ist es, mit dem Reaktor wenigstens doppelt so viel Energie aus der Fusion von Tritium und Deuterium freizusetzten, wie zum Heizen des Fusionsplasmas benötigt wird. Ausgelegt ist der Reaktor aber dafür die 11-fache Menge zu erreichen.

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter IT-Helpdesk / Supporttechniker (m/w/d)
    Heinz von Heiden GmbH Massivhäuser, Isernhagen bei Hannover
  2. Architekt (m/w/d) für den Bereich Identity und Access-Management (IAM)
    Allianz Deutschland AG, München Unterföhring
Detailsuche

Im Vergleich zu Iter erzeugen die Supraleiter von Sparc mit über 11 Tesla ein doppelt so starkes Magnetfeld. Die Spulen allein erreichen sogar über 20 Tesla, aber das Plasma wird im Reaktor ein eigenes Magnetfeld erzeugen, das dem Magnetfeld der Spulen entgegengerichtet ist. In jedem Fall kann das Plasma mit viel höheren Kräften in einem kleineren Raum eingeschlossen werden.

Die Idee für einen Fusionsreaktor mit Hilfe der neuen Generation von Rebco-Supraleitern entstand 2015. Sie können besonders starke Magnetfelder erzeugen, ohne ihre supraleitenden Eigenschaften zu verlieren. Dadurch wird der Bau wesentlich kleinerer Fusionsreaktoren als Iter möglich, die dennoch die gleichen physikalischen Eigenschaften im Inneren zeigen. Kleinere Reaktoren sind billiger und schneller zu bauen und können in kürzerer Zeit brauchbare Messergebnisse liefern.

Der Nachfolger soll ein Fusionskraftwerk sein

Ein neuer Effizienzrekord für dauerhafte Kernfusion scheint sicher zu sein. Der alte Rekord wurde 1997 im Joint European Torus (Jet) aufgestellt, der mit seinen Kupferspulen im Plasma nur eine Magnetfeldstärke von 3,5 Tesla erreichte. Er erzeugte 16 MW Fusionsleistung mit 24 MW Heizleistung.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Ein größerer Nachfolger des Sparc-Reaktors, der Arc-Reaktor, ist auch schon geplant. Der äußere Durchmesser des Torus soll dann von 1,85 m auf 3,3 m anwachsen, während der Innendurchmesser des zu Kreis gekrümmten Zylinders von 0,57 m auf 1,1 m wachsen soll. Der größere Arc-Reaktor soll die Energiequelle für ein Fusionskraftwerk mit einer Leistung von 200 bis 250 Megawatt werden. Der Arc-Reaktor wird damit ähnlich groß sein wie Jet und etwa halb so groß wie Iter.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Gunslinger Gary 13. Sep 2021 / Themenstart

Und wer fünf Ausrufezeichen verwendet, trägt die Unterhose auf dem Kopf?

Gunslinger Gary 13. Sep 2021 / Themenstart

Dachfläche nutzen geht nicht immer. Wenn man das als Vorschrift für neue Gebäude macht...

chacka 13. Sep 2021 / Themenstart

Selbst wenn wir in 20 Jahren effiziente sichere Fusionsreaktoren haben sollten stellt...

ronda-melmag 13. Sep 2021 / Themenstart

Ich würde mal gerne wissen warum das Plasma eine Donut Form hat. Das Original ist doch...

M. 12. Sep 2021 / Themenstart

Ja, neue Technologien für supraleitende Magnete mit hohem Feld sind so eine Sache... man...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amtlicher Energiekostenvergleich  
Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom

Vom 1. Oktober an müssen große Tankstellen einen Energiekostenvergleich aushängen. Dabei schneiden Elektroautos derzeit am besten ab.

Amtlicher Energiekostenvergleich: Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom
Artikel
  1. Konkurrenz zu Fire-TV-Sticks: Roku bringt Streaming-Gerät für 30 Euro
    Konkurrenz zu Fire-TV-Sticks
    Roku bringt Streaming-Gerät für 30 Euro

    Die Fire-TV-Sticks von Amazon bekommen Konkurrenz. Roku kommt nach langer Wartezeit mit seinen Streaming-Geräten nach Deutschland.

  2. Roku Streambar: Soundbar mit Streamingfunktionen kostet 150 Euro
    Roku Streambar
    Soundbar mit Streamingfunktionen kostet 150 Euro

    Roku kommt nach Deutschland und bringt parallel zu externen Streaminggeräten auch eine Soundbar, um den Klang des Fernsehers aufzuwerten.

  3. Diablo 2 Resurrected im Test: Der dunkle Fürst der Zeitfresser ist auferstanden
    Diablo 2 Resurrected im Test
    Der dunkle Fürst der Zeitfresser ist auferstanden

    Gelungene Umsetzung für Konsolen, überarbeitete Grafik und Detailverbesserungen: Bei Diablo 2 Resurrected herrscht Lange-Nacht-Gefahr.
    Von Peter Steinlechner

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Alternate (u. a. DeepCool Matrexx 55 V3 ADD-RGB WH 49,98€) • Thunder X3 TC5 145,89€ • Toshiba Canvio Desktop 6 TB ab 99€ • Samsung 970 EVO Plus 2 TB 208,48€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • WISO Steuer-Start 2021 10,39€ • Samsung Odyssey G7 499€ [Werbung]
    •  /