Abo
  • Services:

Commons Clause: Redis Labs ändert erneut Lizenz

Um Verwirrungen vorzubeugen und Klarheit zu schaffen, ändert Redis Labs erneut die Lizenz seiner Zusatzmodule für die gleichnamige Datenbank des Unternehmens. Der Hersteller der Open-Source-Software wirft Cloud-Anbietern vor, sich nicht angemessen an der Entwicklung zu beteiligen.

Artikel veröffentlicht am ,
Redis ist besonders beliebt für den Einsatz in Rechenzentren und bei Cloud-Providern. Die eigene Zusatzlizenz soll nun übersichtlicher werden.
Redis ist besonders beliebt für den Einsatz in Rechenzentren und bei Cloud-Providern. Die eigene Zusatzlizenz soll nun übersichtlicher werden. (Bild: Bruno Cordioli, flickr.com/CC-BY 2.0)

Redis Labs ist der Hauptentwickler und Unterstützer der Open-Source-Datenbank Redis und ändert nun erneut die Lizenz für einige Zusatzmodule. Das Unternehmen sorgte im Sommer vergangenen Jahres für Verwirrung, indem es eine neue Lizenz für diese Module vorstellte. Beobachter schlossen daraus fälschlicherweise, dass auch Redis selbst künftig eine andere Lizenz nutzen werde. Um weitere Unklarheiten zu beseitigen, wird die Lizenz für die Zusatzmodule nun erneut angepasst, wie das Unternehmen mitteilte.

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden

Redis hatte sein neues Lizenzmodell als Apache-2-Lizenz mit Commons Clause bezeichnet. Das führte aber zu Missverständnissen, da einige Nutzer dachten, sie seien nur an die Bedingungen der Apache-Lizenz gebunden. Ebenso wurden in der Commons Clause bisher die Begriffe "substantial" (beträchtlich) und Support genutzt. Beides sei jedoch nicht klar genug formuliert gewesen und habe auch der Intention von Redis Labs widersprochen, schreibt das Unternehmen.

Es änderte nun also erneut die Lizenz und nennt diese Redis Source Available License (RSAL). Das soll wohl betonen, dass der Quellcode der Zusatzmodule weiter einsehbar und veränderbar ist. Allerdings schränkt das Redis-Unternehmen die Nutzung dieser Module sehr stark ein, sodass diese nicht mehr als freie oder Open Source Software bezeichnet werden können. Details dazu klärt das Unternehmen in seinen FAQ.

Vor der Relizenzierung standen die Module unter der AGPL. Davon habe das Unternehmen offenbar nicht ausreichend profitiert und Redis-Chef Ofer Bengal geht sogar so weit zu behaupten, dass das bisherige Open-Source-Modell nicht mehr funktioniere. Die neue Lizenz ist offenbar der Versuch, dies zu "reparieren". Ziel der neuen Lizenz ist es laut Ankündigung, "Cloud-Anbieter davon abzuhalten, erfolgreiche Open-Source-Projekte zu übernehmen, die von anderen entwickelt wurden, diese in proprietäre Dienste zu packen und ihre Marktmacht zu nutzen, um erhebliche Einnahmequellen zu erzielen".



Anzeige
Top-Angebote
  1. 56,99€ (Top-Produkt PCGH 12/2017)
  2. 65,99€ + Versand oder Marktabholung
  3. (u. a. Samsung Galaxy Note 8 für 379€ statt 403,95€ im Vergleich)

crash 24. Feb 2019 / Themenstart

Und hat dieser Lizenzwahnsinn jetzt was gebracht bzw. glaubst du es wird etwas bringen...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Anthem - Fazit

Wir ziehen unser Fazit zu Anthem und erklären, was an Biowares Actionrollenspiel gelungen und weniger überzeugend ist.

Anthem - Fazit Video aufrufen
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil: Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil
Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um

Ohne Aufzüge gäbe es keine Hochhäuser. Aber inzwischen sind Wolkenkratzer zu hoch für herkömmliche Systeme. Thyssen-Krupp testet derzeit einen neuartigen Aufzug, der beliebig hoch fahren kann. Inspiriert ist er vom Paternoster und dem Transrapid. Wir waren im Testturm.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ceramic Speed Hätte, hätte - Fahrrad ohne Kette
  2. Geheimdienste und Bundeswehr Masterstudiengang für Staatshacker gestartet
  3. Sonitus Technologies Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

Gesetzesinitiative des Bundesrates: Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet
Gesetzesinitiative des Bundesrates
Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet

Eine Gesetzesinitiative des Bundesrates soll den Betrieb von Handelsplattformen im Darknet unter Strafe stellen, wenn sie Illegales fördern. Das war auch bisher schon strafbar, das Gesetz könnte jedoch vor allem der Überwachung dienen, kritisieren Juristen.
Von Moritz Tremmel

  1. Security Onionshare 2 ermöglicht einfachen Dateiaustausch per Tor
  2. Tor-Netzwerk Britischer Kleinstprovider testet Tor-SIM-Karte
  3. Tor-Netzwerk Sicherheitslücke für Tor Browser 7 veröffentlicht

Uploadfilter: Der Generalangriff auf das Web 2.0
Uploadfilter
Der Generalangriff auf das Web 2.0

Die EU-Urheberrechtsreform könnte Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten stark behindern. Die Verfechter von Uploadfiltern zeigen dabei ein Verständnis des Netzes, das mit der Realität wenig zu tun hat. Statt Lizenzen könnte es einen anderen Ausweg geben.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Uploadfilter EU-Kommission bezeichnet Reformkritiker als "Mob"
  2. EU-Urheberrecht Die verdorbene Reform
  3. Leistungsschutzrecht und Uploadfilter EU-Unterhändler einigen sich auf Urheberrechtsreform

    •  /