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Das CDTV scheiterte innerhalb von zwei Jahren auf allen Märkten. Commodore verkaufte in ganz Europa nicht einmal 60.000 Geräte. Der Vorstoß ins Wohnzimmer endete für den Konzern in einem Fiasko.

Aus heutiger Sicht ist es leicht, das Scheitern des CDTV vorhersehbar zu nennen. Aber während der Entwicklung der Konsole und nach ihrem Erscheinen befand sich der Video- und Computerspielemarkt in einem Umwandlungsprozess. Einerseits vervielfachte sich die Leistungsfähigkeit von CPUs und Grafikprozessoren für Endkonsumenten innerhalb weniger Jahre. Andererseits stand Anfang der 90er ein Paradigmenwechsel an: Disketten sollten bald durch die CD als Datenträger ersetzt werden. Insofern folgte Commodore mit dem CDTV einem Trend, der die gesamte Branche erfasst hatte.

  • An der Fontseite befinden sich die Bedienungselemente für den CD-Player. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Maus und Tastatur mussten extra gekauft werden. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der mitgelieferte Controller funktionierte per Infrarot. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Auch ein Diskettenlaufwerk in edlem Schwarz hatte Commodore im Angebot. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Rückseite unseres CDTV ist reich bestückt. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Im Inneren ist ein kompletter Amiga 500 verbaut. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Unser CDTV hat eine 2-MByte-Speichererweiterung. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das Betriebssystem unserers CDTV ist mit Versionsnummer 3.1 aus dem Jahr 1997 recht neu. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
Der mitgelieferte Controller funktionierte per Infrarot. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Es war allerdings ein Fehler anzunehmen, dass sich ein Amiga 500 mit CD-Laufwerk in einem schicken Gehäuse verkaufen würde. Der Premium-Preis des CDTV war technisch gesehen keinesfalls gerechtfertigt. Hinzu kam, dass es kaum Inhalte gab, die von den erweiterten Möglichkeiten des neuen Gerätes profitierten. Die Softwarehersteller gingen mit simplen Portierungen alter Spiele kein Risiko ein. Das wiederum schmälerte die Attraktivität der Konsolen-Hardware. Ein Teufelskreis.

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Commodore war mit diesen Problemen jedoch nicht allein: Auch Philips konnte mit dem CDi keine nennenswerten Marktanteile gewinnen und stellte seine Multimedia-Konsole einige Jahre später ein.

Aus dem Scheitern des CDTV hatte man bei Commodore allerdings nichts gelernt. Mit dem Amiga CD32 unternahm der Hersteller im Jahr 1993 einen erneuten Anlauf, um auf dem Konsolenmarkt Fuß zu fassen. Aber auch diese Plattform floppte und ein Jahr später war der einst mächtige Computerkonzern bankrott.

Wer sich selbst ein Bild vom CDTV machen möchte, kann die Hardware emulieren. Im Internet Archive finden sich CD-ISO-Abbilder zum Download.

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 Die Luxus-Spielkonsole
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Truster 10. Sep 2019

Ich weiß?, das Thema ist uralt, habe es aber heute erst entdeckt. Ich denke nicht, dass...

.zzZZ 18. Jan 2019

Die Ax000er-Reihe war sehr aufrüstbar. Der Zorro-Bus wurde erst durch PCI übertroffen...

dreamtide11 03. Jan 2019

schade... sehe den thread erst jetzt. Egal, ich schreib's einfach mal unter :) Mir ging...

Crass Spektakel 02. Jan 2019

Das stimmt so beides nicht. MIDI ist eine reduzierte Variante von RS232 mit TTL-Pegeln...



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