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Die Geburt des CDTV

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Commodore wusste, dass es diesmal nicht damit getan sein würde, einfach die Tastatur und das Laufwerk zu entfernen. Hinzu kam, dass die Programme für den Amiga viele Megabyte an Speicher umfassten - sie auf Steckmodulen zu veröffentlichen, hätte erhebliche Mehrkosten verursacht.

Glücklicherweise war bereits 1984 die CD-Rom als neues digitales Speichermedium von Denon und Sony vorgestellt worden. Mit über 700 Megabyte Kapazität bot sie mehr als ausreichend Platz auch für zukünftige Anwendungen. Und die Zukunft hieß am Ende der 1980er Jahre: Multimedia.

High Fidelity - High Price

Philips hatte 1986 mit dem CDi ein interaktives CD-basiertes System angekündigt. Es sollte alle möglichen Unterhaltungsanwendungen mit einer leicht bedienbaren Oberfläche auf dem Fernseher vereinen: Musik-CDs, Karaoke, Lernsoftware, Foto- und sogar Video-CDs. Spiele kamen in der Planung von Philips eher am Rande vor - vor allem, weil das Unternehmen keinerlei Expertise auf diesem Gebiet besaß.

Commodore hingegen hatte reichlich Erfahrung.

So wurde die neue CD-basierte 16-Bit-Multimedia-Konsole namens Commodore Dynamic Total Vision von Anfang an auch im Hinblick auf Spiele konzipiert. Das CDTV sollte zu 100% zum Amiga 500 kompatibel sein. Dass man extra dafür eine Tastatur und ein externes Diskettenlaufwerk kaufen musste, war Commodore nur recht. Denn der ursprüngliche Werbespruch des Konzerns, "Computer for the masses, not for the classes", galt hier nicht. Das CDTV war Premium.

Im März 1991 kam die Zukunft der multimedialen Unterhaltung für rund 1.000 US-Dollar auf den Markt. Kaufkraftbereinigt sind das knapp 1.800 heutige US-Dollar. In Deutschland kostete es rund 1.500 D-Mark. Das CDi von Philips erschien übrigens im Dezember des gleichen Jahres für einen ähnlichen Preis.

Commodore bot Besitzern eines Amiga 500 später einen Tausch mit Aufpreis an: Für eine Zuzahlung von 1.000 Mark konnte man seinen Rechner abgeben und erhielt dafür ein CDTV inklusive Infrarot-Fernbedienung, Maus, Tastatur und Diskettenlaufwerk. Was sich zunächst wie ein guter Deal anhörte, war in Wirklichkeit keiner. Denn mit einem wesentlich preiswerteren CD-Laufwerk konnte man seinen alten Amiga in ein CDTV verwandeln. Er sah nur nicht so schick aus.

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 Sprechtext des Videos als FließtextAußen hui, innen Amiga 500 
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Truster 10. Sep 2019

Ich weiß?, das Thema ist uralt, habe es aber heute erst entdeckt. Ich denke nicht, dass...

.zzZZ 18. Jan 2019

Die Ax000er-Reihe war sehr aufrüstbar. Der Zorro-Bus wurde erst durch PCI übertroffen...

dreamtide11 03. Jan 2019

schade... sehe den thread erst jetzt. Egal, ich schreib's einfach mal unter :) Mir ging...

Crass Spektakel 02. Jan 2019

Das stimmt so beides nicht. MIDI ist eine reduzierte Variante von RS232 mit TTL-Pegeln...

moldyPizza 29. Dez 2018

Super, danke! Dir auch einen guten rutsch :)


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