Callback 8020 im Retro-Design: Commodore-Smartphone verzichtet auf Browser, E-Mail und Social Media
Das Commodore-Smartphone Callback 8020 nutzt ein klassisches Klapphandy-Design aus den 1990er Jahren mit physischen Nummerntasten. Es gibt also nur einen für moderne Smartphones winzigen Touchscreen mit einer Größe von lediglich 3,25 Zoll bei einer Auflösung von geringen 640 x 480 Pixeln. Außen gibt es ein Display mit einer Bilddiagonale von 1,77 Zoll.
Im Smartphone stecken der Mediatek-Prozessor Helio G81-Prozessor, 4 GByte RAM sowie 64 GByte Flash-Speicher. Das Smartphone besitzt einen Micro-SD-Kartensteckplatz, eine Karte mit 32 GByte wird mitgeliefert, die mit Musik gefüllt sein soll. Das Smartphone hat eine 48-Megapixel-Kamera mit Blitzlicht sowie eine zweite Autofokuskamera für Selbstporträts. Weitere Angaben macht Commodore dazu nicht.
Das Smartphone bietet WLAN, Bluetooth, GPS, ein UKW-Radio und hat eine 3,5-mm-Klinkenbuchse und wird mit Kabel-Hörstöpseln ausgeliefert. Das Callback 8020 hat einen austauschbaren Akku mit einer Kapazität von 1.550 mAH, der über eine USB-C-Verbindung geladen wird. Zudem sollen sich Außenteile des Smartphones wie bei damaligen Handys austauschen lassen.
Bestimmte Smartphone-Funktionen werden gesperrt
Das Smartphone läuft mit Jollas Betriebssystem Sailfish OS, auf dem sich laut Commodore mehr als 99 Prozent aller Android-Apps nutzen lassen und das dabei unabhängig von Google ist. Apps werden über einen von Commodore betriebenen App-Store angeboten. Falls dort Apps fehlen, sollen sich diese per Sideloading einspielen lassen.
Durch ein patentiertes Verfahren sollen jedoch alle Social-Media-Apps, Browser und E-Mail-Apps blockiert werden, so dass sich diese zwar per Sideloading installieren, aber nicht verwenden lassen sollen. Damit soll das Smartphone zu möglichst wenig Ablenkung führen. Zugleich sind typische Messenger-Apps wie Whatsapp oder Signal erlaubt. Neue Nachrichten werden mittels einer außen angebrachten LED signalisiert.
Auch Navigationsapps sollen sich nutzen lassen, hier nennt Commodore Maps, ohne dies näher zu spezifizieren. Zudem wird Spotify als Streaming-App genannt. Beim Schreiben von Texten sollen Verfahren zur Vervollständigung von Wörtern helfen.
Das Commodore-Smartphone soll Ende des Jahres erscheinen
Commodore will das Sailfish-OS-Smartphone Callback 8020(öffnet im neuen Fenster) im vierten Quartal 2026 auf den Markt bringen. Vorbestellungen sollen ab dem 30. Juni 2026 möglich sein und Bestellungen sollen weltweit möglich sein. Bisher nennt der Hersteller nur Preise für den US-Markt. Das Basismodell in den Farben Basic Beige, ProtoPET White oder SX Silver wird 500 US-Dollar kosten.
Zudem wird es eine durchsichtige Starlight-Edition zum Preis von 550 US-Dollar geben. Das teuerste Modell nennt sich Founders Edition und wird in der Farbe PVD-Gold mit einer mit 24 Karat vergoldeten C+-Taste versehen sein, das erhöht den Preis auf 640 US-Dollar. Zu den Preisen kommen noch Steuern, Zollgebühren und Versandkosten hinzu.