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Command & Conquer Remastered: "In C&C gehören auch die Fehler zum Ernter"

Golem.de hat mit Entwicklungschef Jim Vessella über die Command & Conquer Remastered Collection gesprochen, die Juni 2020 erscheinen soll.

Ein Interview von veröffentlicht am
Jim Vessella, Chefentwickler der Command & Conquer Remastered Collection
Jim Vessella, Chefentwickler der Command & Conquer Remastered Collection (Bild: Electronic Arts)

Electronic Arts hat bekanntgegeben, dass die Command & Conquer Remastered Collection am 5. Juni 2020 erscheint. Die Echtzeit-Strategiespiele kommen mit überarbeiteter Grafik auf den Markt, unter anderem mit Unterstützung für 4K-Auflösungen. Der Soundtrack mit über sieben Stunden Spielzeit wird vom Originalkomponisten Frank Klepacki neu abgemischt.

Inhalt:
  1. Command & Conquer Remastered: "In C&C gehören auch die Fehler zum Ernter"
  2. Der Entwicklungschef über GDI und Nod

Inhaltliche Neuerungen sind eine überarbeitete Benutzeroberfläche und ein Karteneditor. Der Mehrspielermodus bietet unter anderem benutzerdefinierte Partien, 1-gegen-1-Gefechte, Elo-basiertes Matchmaking, Bestenlisten, Replays.

Für die Entwicklung ist ein Team bei Electronic Arts und das aus ehemaligen Westwood-Programmierern bestehende Studio Petroglyph Games zuständig. Ein Teil der Grafiken wurde von Lemon Sky Studios produziert, die sonst Grafiken und Animationen für viele Großproduktionen (Spiele und Filme) herstellen. Außerdem ist ein Spielerrat eingebunden, der aus 13 besonders erfahrenen und zumeist in der Community bekannten Serienfans besteht.

Die Command & Conquer Remastered Collection erscheint über Steam und Origin. Sie enthält das erste Command & Conquer, das 1995 mit dem Untertitel Tiberian Dawn erschienen ist, sowie C&C Alarmstufe Rot, das 1996 auf den Markt kam, sowie die drei Erweiterungen (Der Ausnahmezustand, Gegenangriff und Vergeltungsschlag).

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Golem.de hat mit Chefentwickler Jim Vessella über die Arbeit an dem Projekt gesprochen. Das Interview fand per Videokonferenzsystem statt.

Golem.de: Wie weit ist Ihr Team derzeit mit der Entwicklung von Command & Conquer und Alarmstufe Rot Remastered?

Jim Vessella: Derzeit sind wir in der Alpha. Wir stehen also vor der letzten Entwicklungsphase und nähern uns der Veröffentlichung am 5. Juni 2020. Momentan kümmern wir uns um Fehlerkorrekturen, die Stabilität und Leistungsoptimierungen. Wir haben derzeit viel Spaß. Alle Inhalte sind eingebaut und wir können die Kampagnen der beiden Games und den Multiplayermodus von Anfang bis Ende durchspielen.

Golem.de: Wie hat sich das Team entschieden, wenn sich Originaltreue und optimale Funktion widersprochen haben - etwa am Beispiel des Ernters?

Vessella: Das war gar nicht so einfach. Gerade beim Ernter, über dessen KI es in den letzten 20 Jahren ja nun wirklich zu Recht viele Scherze gab. Wir haben uns trotzdem dafür entschieden, ziemlich nah an der Originalversion zu bleiben. Gerade durch sein typisches Verhalten ist er ein Teil von Command & Conquer, auch die Fehler gehören dazu.

Die Programmierer von damals sind Teil von unserem Team, und sie haben sich ihren Quellcode vorgenommen. Sie haben uns gesagt, dass es ziemlich schwierig sei, die KI grundlegend zu ändern - jedenfalls würde sich dadurch das ganze Spiel anders anfühlen. Das wollten wir nicht.

Bei all diesen Entscheidungen haben wir uns mit unserem Spielerrat abgestimmt. Unter anderem haben wir eine sehr lange Liste mit den Bugs der Originale bekommen. Wir haben vor allem Fehler behoben, die innerhalb des ursprünglichen Quellcodes korrigiert werden konnten.

Aber tatsächlich war just das eine der interessanteren Herausforderungen der letzten 18 Monate: Entscheiden, welche Bugs wir fixen, und welche nicht.

Golem.de: Gab es darüber lange Diskussionen innerhalb des Teams und mit dem Spielerrat?

Vessella: Bei einigen Sachen war es völlig klar, dass wir sie verbessern müssen. Etwa bei der Navigation innerhalb der Menüs, bei einem Teil des Multiplayermodus und bei der Missionsauswahl sowie beim Soundtrack.

Deutlich schwieriger war es unter anderem mit der Benutzerführung, speziell mit den Elementen am Bildschirmrand. Damit haben wir uns anfangs sehr schwergetan. Das Feedback der Community auf Reddit war dann allerdings recht eindeutig: Sehr viele Spieler wollten Verbesserungen, etwa die Reiter aus Command & Conquer 3, und was die Anzahl der seitlichen Schaltflächen oder die Hotkeys angeht.

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Der Entwicklungschef über GDI und Nod 
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Bluejanis 17. Mär 2020

Generals war die KI selbst zu schlecht für 1 vs 7. Hauptsächlich weil die KI max 3 Pfade...

Bluejanis 15. Mär 2020

Sprache ist eben auch im Wandel. Und ob eher der allgemeine Sprachgebrauch richtig ist...

Cerdo 13. Mär 2020

Wundert mich, dass die da nicht wenigstens ein GAN verwendet haben. Da gibt es schon...

0xDEADC0DE 13. Mär 2020

Soweit ich weiß bekommt Dune einen "neuen" Film: https://www.film.tv/nachrichten/2020...

FreiGeistler 13. Mär 2020

Kann man Universim auch dazu zählen oder ist das eher Simulation? Ist aber noch in der Beta.


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