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Command & Conquer: 15 kostenlose Generäle sollt ihr sein

Trotz Free-to-Play und Frostbite-Engine fühlt sich Command & Conquer sofort an wie Generals, davon hat sich Golem.de beim Anspielen einer aktuellen Version überzeugt. Im Gespräch mit Executive Producer Jon Van Caneghem erfuhren wir zudem Interessantes über Technik, Gameplay und Bezahlmodell.

Artikel veröffentlicht am ,
Command & Conquer erinnert stark an Generals.
Command & Conquer erinnert stark an Generals. (Bild: EA)

Auch wenn Entwickler Victory Games mittlerweile von Command & Conquer spricht, ist der Strategietitel ein Generals 2. Genauer gesagt fühlt sich das kommende F2P-Spiel an wie die Erweiterung Zero Hour (Die Stunde Null) des ersten Generals mit besserer Grafik. Die Strategy Action Game Engine, kurz SAGE, war der Technikmotor vieler Command-&-Conquer-Teile und wurde zum ersten Mal im ersten Generals eingesetzt. Trotz diverser Optimierungen sowie neuen Render-Tricks war das Fundament im Jahr 2010 jedoch einfach nicht mehr zeitgemäß. Die ursprüngliche Idee, eine neue Engine zu schreiben, wurde verworfen, wie Executive Producer Jon Van Caneghem im Gespräch mit Golem.de erzählt.

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Stattdessen begann Victory Games, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht angekündigte Spiel auf Basis der Frostbite-Engine zu entwickeln. Diese ist vor allem durch die Shooter Bad Company und Battlefield bekannt. "Die Technik wurde für FPS entwickelt, nicht für RTS. Wir mussten daher erhebliche Teile der Engine anpassen, etwa die Kamera und die Steuerung, aber auch das User Interface - alles Dinge, die die Frostbite bisher nicht bot", erläutert Caneghem.

Stimmige und aktuelle Technik

Jeder Entwicklungsschritt der Frostbite-Engine floss in Zusammenarbeit mit Dice auch in Command & Conquer ein, darunter die verbesserte Physikberechnung auf Basis der Havok-Physik. Einheiten sowie Gebäude zerfallen unter Beschuss dynamisch in ihre Einzelteile, was spielerische Vorteile mit sich bringt: Nicht nur der Zustand eines Objektes ist nach etwas Einspielzeit sofort erkennbar, sondern auch, von woher es beschossen wird. Und wenngleich das Feature bisher nicht in der Closed Beta freigeschaltet ist, so soll es möglich werden, dass abstürzende Helikopter Fahrzeuge, Bodentruppen und Häuser beschädigen. "Wir testen das gerade aus und halten uns die Option für die Zukunft offen, dieses Feature kann man ja problemlos per Update integrieren", sagt der Executive Producer.

Die auf der Gamescom gezeigte Pre-Alpha-Version von Command & Conquer sieht gut aus. Die Beleuchtung und die Effekte wirken wie aus einem Guss, die Schatten- und Texturauflösung könnte aber höher ausfallen. Caneghem nimmt die Technik in Schutz: "Das Grafikmenü ähnelt mehr oder weniger dem von Battlefield 3, in der gezeigten Version waren die Details nicht maximiert und einige Shader sind noch nicht fertig - es werden auch künftig Verbesserungen integriert", gibt er zu bedenken und fügt hinzu: "Das Spiel wird deutlich CPU-lastiger durch die vielen Einheiten, die Bildrate liegt jedoch auf den meisten Systemen klar höher als bei Battlefield 3." Eine Option, die Frames per second auf ein bestimmtes Limit zu begrenzen, sorgt übrigens für einen gefühlt flüssigeren Spielauflauf.

Drei Fraktionen und mindestens 15 Generäle

Wenn Ende des Jahres die Open Beta startet, bietet Command & Conquer drei Gruppierungen an: die GLA (Global Liberation Army), die EU (European Union) und die APA (Asian-Pacific Alliance). Letztere entspricht weitgehend den Chinesen aus Generals, hat also viele Panzer, den mächtigen Overlord und die Notwendigkeit, Kraftwerke zu errichten. Energie benötigt auch die EU, die den Luftraum dominiert und die technisch fortschrittlichsten Einheiten ins Gefecht schickt. Die GLA hingegen konzentriert sich auf Guerillataktiken und erfordert viel Mikromanagement. Ähnlich wie bei Die Stunde Null unterteilt Victory Games die Fraktionen in Generäle; entweder klassisch ohne Änderungen oder mit besonderen Spezialisierungen.

Ein paar Beispiele: Doctor Thrax (GLA) lässt Panzer mit Toxingeschossen anrollen und verlangsamt Fahrzeuge mit giftigen Bomben, wohingegen der Junkyard (GLA) den Battle Bus als Einheit bietet - wird dieser zerstört, so dient er als Bunker. Red Mercury (EU) kann mit dem Assault APC andere Fahrzeuge lahmlegen und entdeckt getarnte Infanterie, Ghost (EU) ruft die Reaper UAV zur Bekämpfung von Feinden. Red Arrow (APA) gebietet über den Rocket Tank gegen Lufteinheiten und erzeugt mit der Thunderclap-Bombe eine Schockwelle, Beast (APA) wiederum sichert seine Öltürme mit Doppellauf-Gatling-Guns.

Erfahrung contra echtes Geld

Die Türme dienen neben den Generals-typischen Versorgungslagern als zweite Geldquelle, andere Ressourcen gibt es nicht. Und ja, die Sammler sind wie gehabt eher dümmlich, was jedoch mittlerweile ein Markenzeichen der Serie ist. Neu hingegen ist das F2P-Modell. "Nahezu das komplette Spiel ist kostenlos, einzig für den schnelleren Erhalt von Erfahrungspunkten muss echtes Geld investiert werden", verkündet Caneghem und erläutert weiter: "Wenn du Generäle oder besondere Fähigkeiten eher freischalten möchtest, dann hast du zwei Optionen: echtes Geld oder XP." Nur gegen Bares gibt es kosmetische Anpassungen der Einheiten sowie den erwähnten Erfahrungspunkte-Beschleuniger. Zu Beginn stehen einzig die drei Grundfraktionen bereit, alles Weitere muss erspielt oder gekauft werden.

Um die Spieler die kommenden Monate und Jahre bei Laune zu halten, möchte Victory Games im Abstand von wenigen Wochen neue Karten, Generäle, Spezialfähigkeiten, Einheiten, Balancing-Anpassung, Superwaffen und Spielmodi in Command & Conquer integrieren. Anfang 2014 sollen zudem kostenlose Kampagnen-Missionen erscheinen, welche die Skirmish-Matches gegen die KI sowie die Multiplayer-Gefechte ergänzen. Da all dies online stattfindet, sammeln die Entwickler Daten der Spiele, um auf die Wünsche der Nutzer sowie Ungereimtheiten schnell reagieren zu können. All das klingt neu und ungewohnt, ist es aber nicht. Dass sich Command & Conquer wie ein in Teilaspekten verbessertes Generals mit zeitgemäßer Grafik spielt, freut Caneghem: "Genau das wollten wir entwickeln."



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wmayer 23. Aug 2013

Du kannst dir nur einen weiteren General zur Auswahl kaufen, du hast dann ja nicht mehr...

wmayer 23. Aug 2013

Was denn nun? Zahlt keiner was, weil Geiz geil ist, oder werden alle abgezockt? Beides...

Charles Marlow 23. Aug 2013

aber die wollen mich lieber häppchenweise abzocken. Pech... für sie.

Stratego 22. Aug 2013

Wenn man liest, dass es "XP-Beschleuniger" nur gegen Bares gibt, dann hört sich das...

olleIcke 22. Aug 2013

.... und natürlich kommt immer wenn was F2P is die Pay2Win Keule... we're not a pay to...


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