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Comma One: Geohot stellt Nachrüstsatz für autonomes Fahren vor

Teslas Autopilot bekommt Konkurrenz: Der Hacker Geohot hat sein System für autonomes Fahren zur Serienreife weiterentwickelt und will es auf den Markt bringen. Es soll funktionieren – aber mit starken Einschränkungen.
/ Werner Pluta
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George Hotz präsentiert Comma One: weiter als die meisten Autohersteller (Bild: David Paul Morris/Bloomberg via Getty Images)
George Hotz präsentiert Comma One: weiter als die meisten Autohersteller Bild: David Paul Morris/Bloomberg via Getty Images

Fahren lassen für 1.000 US-Dollar: Der Hacker George Hotz, auch bekannt als Geohot, will ein System für autonomes Fahren herausbringen: Wird das Auto mit Comma One nachgerüstet, fährt es, ohne dass der Fahrer eingreifen muss – allerdings nicht überall.

Hotz, der das iPhone und die Playstation 3 entsperrte, hat Ende vergangenen Jahres ein System für autonomes Fahren vorgestellt. Jetzt sei es serienreif und werde bald auf den Markt kommen, sagte der Entwickler auf der Konferenz Techcrunch Disrupt(öffnet im neuen Fenster) .

Comma One ersetzt den Rückspiegel

Das System ist ein grüner Kasten, der anstelle des Rückspiegels installiert wird. Darin enthalten ist eine Kamera sowie ein Bordcomputer, auf dem die Algorithmen laufen, die das Auto steuern. Details nannte Hotz keine. Der Prototyp des Systems, so erklärte er im Winter, lief mit Ubuntu-Linux.

Comma One hat zwar eine eigene Kamera. Das System greift aber auch auf die Kameras und das Radar, die bereits im Auto vorhanden sind, zu. Außerdem nutzt es die Aktoren des Autos. Derzeit ist Comma One allerdings nur mit Modellen des Herstellers Honda kompatibel. Mit der Zeit solle es aber für weitere Autos angepasst werden.

Das System steuert das Auto auf der Autobahn

Wie die meisten Systeme für automatisiertes Fahren ist auch Comma One für den Einsatz auf der Autobahn gedacht und nicht für den Stadtverkehr. Comma One sei voll funktionsfähig und so weit, dass es an Kunden ausgeliefert werden könne, sagte Hotz: Es sei möglich, mit dem System von Mountain View nach San Francisco zu fahren, ohne das Lenkrad anzufassen.

Damit sei er weiter als die meisten Autohersteller, die lediglich automatisiert fahrende Prototypen bauten. Ausnahme sei Tesla, dessen Autopilot bereits im Einsatz sei und gut funktioniere.

Der Autopilot kann Leben retten

Daran ändere auch der tödliche Unfall im Mai nichts. Der Fahrer sei unaufmerksam gewesen, sagte Hotz. Es stürben im Jahr 40.000 Menschen, weil sie im Straßenverkehr nicht aufpassten. Man solle lieber daran denken, wie viele Menschenleben Teslas Autopilot retten könne.

Hotz bezeichnete Tesla als das iOS der autonom fahrenden Autos. Sein Ziel sei, das Android zu werden. Sein Unternehmen Comma.ai(öffnet im neuen Fenster) will Comma One noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. Die Hardware kostet knapp 1.000 US-Dollar. Hinzu kommt ein monatlicher Beitrag von 24 US-Dollar für die Nutzung der Software. Das System kann zunächst jedoch nur in einige Fahrzeuge von Honda und dessen Premiummarke Acura eingebaut werden. Comma One funktioniert zudem nur im Großraum San Francisco.


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