Comma.ai: George Hotz geht "irrational" gegen Patenttroll vor

Der Patenttroll habe sich das falsche Opfer ausgesucht, so der bekannte Hacker und Firmengründer Geohot.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine KI-Darstellung der Szene: Richter schreit einen Patenttroll vor Gericht an.
Eine KI-Darstellung der Szene: Richter schreit einen Patenttroll vor Gericht an. (Bild: Comma.ai)

Es kam, wie es kommen musste, schreibt der Firmengründer und bekannte Hacker George Hotz, alias Geohot: Sein Unternehmen Comma.ai wird verklagt. Bei dem Kläger handele es sich um den "notorischen" Patenttroll Axel Nix. Dagegen will er Hotz nun vorgehen, auch wenn dies nicht "rational" sei, wie er selbst schreibt.

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Nix sei ehemaliger Ingenieur und habe mit Sucxess bereits mehrere Klagen gegen Unternehmen geführt, die im Bereich der KI und insbesondere zum Einsatz in autonomen Autos forschen. Das Patent, das Comma.ai verletzt haben soll, stehe im Zusammenhang mit automatischen Notrufen für Autos. Comma.ai hat die gesamte Klageschrift (PDF) veröffentlicht.

Geohot gegen einen Patenttroll

Laut Aussage von Hotz beschränkt sich das Geschäftsmodell von Sucxess dabei darauf, "von den Abfindungen, die sie von ängstlichen und schwachen Unternehmen erhalten", zu leben. Einen Prozess vor Gericht habe Sucxess bisher nicht gewonnen.

Solch ein Verhalten wird klassischerweise als Patenttroll beschrieben und sorgt vor allem im Open-Source-Umfeld immer wieder für Probleme. Viele vor allem größere Unternehmen setzen aber der Einfachheit halber oft auf außergerichtliche Einigungen in derartigen Fällen. Geohot will genau das aber nicht mitmachen.

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Mit Blick auf den Kläger schreibt er: "Was er nicht bedacht hat, ist, dass Comma.ai nicht von rationalen Akteuren in Anzügen geleitet wird, die in einem Ausschuss sitzen. Es wird von mir, George Hotz, geleitet. Ich bin bereit, 1 Million Dollar zu verlieren, bevor ich ihm 10.000 Dollar gebe."

Ziel sei dabei nicht nur, die Klage abzuweisen und den Rechtsstreit zu gewinnen, sondern auch das fragliche Patent für ungültig erklären zu lassen. Das soll auch mit Hilfe der Community erreicht werden, indem sogenannte Prior Art per Crowdsourcing gesucht wird. Kann nachgewiesen werden, dass bestimmte Techniken vor Patenterteilung bereits großflächig zum Einsatz kamen, kann ein Patent auch rückwirkend wieder aberkannt werden.

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berritorre 29. Aug 2022 / Themenstart

Sein Linkedin-Account spricht von Patent-Anwalt: https://www.linkedin.com/in/axelnix...

Makatu 27. Aug 2022 / Themenstart

In welchem Zuammenhang steht das Bild mit dem Artikel? George Hotz ist m.W. nicht...

mgutt 27. Aug 2022 / Themenstart

Gab es das nicht auch in einem Science Fiction Film? Bei das fünfte Element gab es nur...

ashahaghdsa 26. Aug 2022 / Themenstart

Retropilot oder was? Worauf ich hinaus will, die haben jetzt nen store, wo sie einen...

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