Comeback 2022: Cyberpunk 2077 ist auf Steam wieder größer als The Witcher 3

Das Science-Fiction-Rollenspiel von CD Projekt Red erlebt auf Steam einen erneuten Spielerzulauf.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Nach dem Hype ist vor dem Hype.
Nach dem Hype ist vor dem Hype. (Bild: CD Projekt Red)

Cyberpunk 2077 ist zurück - zumindest, wenn man nach den Spielerzahlen der Gaming-Plattform Steam geht. Erstmals seit dem Januar 2021 hat das Action-Rollenspiel laut Zahlen von SteamDB dort nun wieder mehr als 100.000 gleichzeitige Spieler. Und erstmals seit Februar ist es damit auch beliebter als CD Projekt Reds vorheriges Rollenspiel The Witcher 3.

Das wiedererwachte Interesse scheint auch neue Spieler zu bringen. Bei Steam steht Cyberpunk 2077 aktuell auf Platz sieben der umsatzstärksten Titel, hinter dem weniger als halb so teuren Return to Monkey Island.

Verglichen mit dem von viel Hype umgebenen Launch im Dezember 2020 sind die aktuellen Spielerzahlen eher gering. Am 13. Dezember 2020 befanden sich mehr als eine Million Steam-Nutzer gleichzeitig in Night City.

Launch mit technischen Problemen

Der plötzlich wirkende Anstieg der Spielerzahlen ist dennoch bemerkenswert, weil für das polnische Entwicklerstudio CD Projekt Red viel am Erfolg von Cyberpunk 2077 hängt. Das Science-Fiction-Rollenspiel soll als zweites großes Franchise neben dem Fantasy-Rollenspiel The Witcher etabliert werden.

Erst ein halbes Jahr nach Veröffentlichung bezeichnete der Entwickler selbst die Performance als zufriedenstellend. Nach einem von massiven technischen Problemen, einer Sammelklage enttäuschter Kunden und sogar einem zeitweisen Verkaufsstopp in Sonys Playstation-Store überschatteten Release hatte CD Projekt den zuvor angekündigten Multiplayer-Modus gestrichen.

Trotz guter Wertungen (unter anderem im Test auf Golem.de (g+)) und starker Verkaufszahlen lief der Launch also alles andere als glatt. Als Singleplayer-Spiel sind die Entwickler also auf Erweiterungen wie dem für 2023 angekündigten Phantom Liberty angewiesen, um langfristig neue Spieler zu gewinnen - und damit Umsätze zu generieren.

Schützenhilfe vom Anime-Crossover

Das Comeback wird auch durch den Erfolg des Anime Edgerunners befeuert, das auf der Spielwelt aufbaut. Die Serie wurde vom japanischen Studio Trigger produziert und ist exklusiv beim Streaming-Anbieter Netflix verfügbar. Die zehn je 24-minütigen Folgen der ersten Staffel wurden in ihrer ersten Woche insgesamt für 14,8 Millionen Stunden angesehen. Genauere Zuschauerzahlen nennt Netflix nicht.

Diese medienübergreifende Vermarktung von Spielen ist nicht neu. Microsofts Shooter-Serie Halo wurde in diesem Jahr als CGI-lastige Actionserie verfilmt. Riot Games, die Macher des MOBA League of Legends, setzten mit Arcane hingegen ebenfalls auf aufwendige Zeichentrickanimationen - und eine Kooperation mit Netflix.

Außerdem sind bei Netflix bereits eine dritte Staffel und ein Prequel-Spinoff zu The Witcher in Arbeit. Diese basieren zwar auf den Büchern des polnischen Autors Andrzej Sapkowski, sind aber dennoch ebenso für Fans der international bekannteren Spiele interessant.

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