Come4: Mit Pornos Gutes tun

Zwei Italiener wollen mit Pornos die Welt verbessern. Dafür suchen sie Unterstützung.

Artikel veröffentlicht am ,
Come4 wollen mit Pornos Gutes tun.
Come4 wollen mit Pornos Gutes tun. (Bild: Alessandra Tecla Gerevini/Com4.org)

Come4.org heißt eine in Entwicklung befindliche Porno-Website, die zum Anschauen und Hochladen von eigenen erotischen bis pornografischen Fotos und Videos einlädt. Die generierten Werbeeinnahmen wollen die Betreiber nach eigenen Angaben fast komplett an Hilfsprojekte auszahlen. Zugelassen werden sollen nur ethisch vertretbare, legale Inhalte, Urheberrechte sollen geschützt und Nutzer nicht mit Malware oder Spam malträtiert werden. Wer Selbstproduziertes hochlädt, soll aussuchen dürfen, an wen das Geld geht - so sollen alle Beteiligten das Gefühl haben, etwas Gutes getan zu haben.

 
Video: Marco Annoni und Riccardo Zilli pitchen für Come4
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Es klingt etwas verrückt, aber Marco Annoni und Riccardo Zilli haben genau das mit ihrem Projekt "Come4 - Porn with Heart" vor. Schließlich haben Porno-Websites enorm viel Zulauf. Annoni hat einen Doktortitel in Philosophie und Zilli einen Magister in urbaner Architektur. Zilli hat gerade erst ein Startup gegründet, eine Immobiliendatenbank namens Fliz. Die beiden Italiener haben demnach mit der Pornoindustrie bisher nichts zu tun gehabt - wollen sie aber gehörig umkrempeln, den Begriff Pornografie in ein positiveres Licht rücken und gegen viele von der Pornoindustrie verbreiteten Rollen- und andere Klischees angehen.

Allerdings wissen Annoni und Zilli auch, dass es nicht ohne die Pornoindustrie geht, auf deren Werbeschaltungen die Come4-Gründer hoffen, die aber wiederum nicht gegen die Richtlinien von Come4 verstoßen sollen. Andere Werbekunden werden sich wohl eher schwer damit tun, sich auf der Website zu präsentieren. Wurde das Geld schließlich eingenommen, soll es zum Großteil ausgeschüttet werden, lediglich zum Betrieb und zur Weiterentwicklung werde ein Teil einbehalten, heißt es mit dem Versprechen größtmöglicher Transparenz.

Bisher gibt es nur eine Hilfsorganisation, die Interesse geäußert hat - die Come4-Gründer hoffen auf weitere. Sie gehen allerdings selbst nicht davon aus, dass es leicht sein wird, andere davon zu überzeugen, Geld von einer Pornowebseite anzunehmen. Ob ein menschenfreundliches Image das ändert, bleibt zu bezweifeln. Dennoch: Es dürfte genügend kleine Hilfsprojekte geben, die um Aufmerksamkeit und Mittel kämpfen und das Angebot annehmen werden.

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Sofern Come4 denn realisiert wird. Denn noch brauchen Annoni und Zilli selbst das Geld, um zwei Entwickler zu finanzieren und das in Arbeit befindliche Projekt vollenden zu können. Dazu setzen sie auf Crowdfunding über Ulule.com. Von den angestrebten 10.000 Euro haben sie bereits 35 Prozent von Unterstützern zugesagt bekommen. Ab 10 Euro erhalten diese als Belohnung etwa Aufkleber und Anstecker, mit denen sie sich dezent als Mitstreiter der Sexrevolution erkennbar machen können - auch der Rest der Come4-Projektpräsentation zeigt, dass die beiden Initiatoren mit viel Humor und Spaß für den Erfolg ihrer wohltätigen Porno-Site trommeln.

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__destruct() 10. Okt 2012

Etwas vom Thema weg, aber darauf bin ich eben beim Lesen des Artikels gestoßen ... Die...

__destruct() 10. Okt 2012

Das läuft wohl darauf hinaus, dass sie in dem Land, in dem die Server stehen, legal sein...

EQuatschBob 08. Okt 2012

Ja, an die beiden (ich glaube ein Schwede und eine Norwegerin oder umgekehrt) habe ich...

/mecki78 08. Okt 2012

Ich glaube das wäre für die meisten Männer ähnlich "abturnend" wie auf Nackbilder der...



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