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Router von Com Hem
Router von Com Hem (Bild: Com Hem)

Com Hem: Tele2 kauft Kabelnetzbetreiber für 2,75 Milliarden Euro

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Router von Com Hem (Bild: Com Hem)

Tele2 kauft ein Kabelnetz. Damit entsteht ein weiterer kombinierter Mobilfunk- und Festnetzbetreiber. Kommende 5G-Netze brauchen ein starkes Festnetz.

Die schwedische Tele2 übernimmt den TV-Kabelnetzbetreiber Com Hem. Das gab das Unternehmen am 10. Januar 2018 bekannt. Tele2, der zweitgrößte Mobilfunkbetreiber, bewertet Com Hem mit 27 Milliarden schwedische Kronen (2,75 Milliarden Euro).

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Com-Hem-Aktionäre werden 26,9 Prozent der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen und 6,6 Milliarden Kronen (670 Millionen Euro) erhalten. Die Aktie von Com Hem wird mit 146 Kronen bewertet, ein Aufschlag von 11,8 Prozent auf den letzten Schlusskurs von 130,6 Kronen.

Kinnevik, eine schwedische Risikokapital-Beteiligungsgesellschaft, besitzt bereits große Anteile an Tele2 und Com Hem und wird auch wieder größter Aktionär des Gemeinschaftsunternehmens sein.

Das fusionierte Unternehmen werde über ein Mobilfunknetz der vierten Generation (4G) verfügen, das bis auf einen kleinen Teil die gesamte Bevölkerung Schwedens abdeckt; und es könne mit dem Kabelnetz Breitbanddienste für fast 60 Prozent der Haushalte bieten, erklärte Tele2.

Com Hem ging aus der staatlichen Televerket hervor und ist börsennotiert. Tele2 mit Sitz in der Kista Science City in Stockholm ist schwerpunktmäßig in den nordischen und baltischen Ländern aktiv. Der Netzbetreiber ist in Schweden, Kroatien, Estland, Kasachstan, Lettland, Litauen, den Niederlanden und Deutschland tätig.

Anforderungen von morgen erfüllen

Die künftigen 5G-Mobilfunknetze sind ohne eine starke Festnetzanbindung nicht möglich. "Die Verschmelzung ist der bestmögliche nächste Schritt für beide Unternehmen, da wir damit in der Lage sind, die Anforderungen von morgen zu erfüllen", sagte Anders Nilsson, Chef von Com Hem und wohl auch Chef der neuen, erweiterten Tele2.

Mit Zustimmung der Aufsichtsbehörden soll die Fusion im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden. Kinnevik werde der EU-Kommission bei Auflagen entgegenkommen. "Wir sind zuversichtlich, dass der Deal genehmigt wird", sagte Tele2-Chef Allison Kirkby Reuters.

Die Deutsche Telekom wird in den Niederlanden ihr Geschäft mit Tele2 zusammenlegen. Damit wollen die Netzbetreiber besser mit dem kombinierten Unternehmen VodafoneZiggo konkurrieren. Ziel ist für die Telekom ein Zugang zum Festnetz von Tele2 und deren Mobilfunkfrequenzen im Bereich von 800 und 2.600 MHz.


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