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Colorfab: 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung

Das Objekt aus dem 3D-Drucker gefällt nicht mehr? Wie wäre es mit einem neuen Muster oder einer anderen Farbe? Forscher des MIT haben eine Tinte entwickelt, die unter UV-Licht ihre Farbe ändert. Das soll künftig auch bei Textilien funktionieren.

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Colorfab: Der Nutzer steuert, welche Bereiche des Objekts mit UV-Licht bestrahlt werden.
Colorfab: Der Nutzer steuert, welche Bereiche des Objekts mit UV-Licht bestrahlt werden. (Bild: MIT CSAIL)

Die Farbgestaltung des 3D-gedruckten Objekts gefällt nicht mehr? Bisher wurde es weggeworfen und in einer anderen Farbe neu erzeugt. Stefanie Mueller vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat eine andere Idee: Mit der von ihr entwickelten Technik Colorfab lassen sich 3D-gedruckte Objekte nachträglich farblich anders gestalten.

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Möglich wird das durch eine bestimmte Tinte, die beim Druck mitverarbeitet wird. Sie besteht aus zwei Komponenten: einem Basisfarbstoff, Fotoinitiator genannt, und einer Dosis fotochromer Tinte, die ihre Farbe verändert, wenn sie Licht einer bestimmten Wellenlänge ausgesetzt wird. Das geschieht unter dem Einfluss von ultraviolettem (UV) Licht.

UV-Licht färbt um

Das UV-Licht aktiviert die fotochrome Farbe und das Objekt erhält eine neue Farbe. Das dauert etwa 23 Minuten. Über ein Interface kann der Nutzer steuern, welche Bereiche des Objekts ein Beamer mit UV-Licht bestrahlt. So ist es auch möglich, Muster zu erzeugen. Die veränderte Farbe bleibt bestehen, auch wenn das Objekt keinem UV-Licht mehr ausgesetzt ist.

Im nächsten Schritt wollen Stefanie Mueller und ihr Team die Auflösung von Colorfab verbessern, indem sie die Pixel kleiner gestalten. Außerdem wollen sie die Farbe auch in anderen Materialien einsetzen als denen, die üblicherweise beim 3D-Druck verarbeitet werden, Textilien beispielsweise. So soll es möglich sein, Kleidungsstücke zu schaffen, deren Farbe und Design sich ändern lassen.

Colorfab soll Konsum einschränken

Es werde heutzutage viel mehr konsumiert als noch vor 20 Jahren und entsprechend auch deutlich mehr Müll produziert, sagt Projektleiterin Mueller. "Wenn man die Farbe eines Objekts ändert, muss man nicht jedes Mal ein ganz neues Objekt herstellen."

Die Forscher vom Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des MIT stellen ihre Entwicklung auf der Konferenz ACM CHI Conference on Human Factors in Computing Systems vor, die im April 2018 in Montreal stattfindet.



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