College Football 27: EA bringt Content-Creator mit Pay-to-Win in Erklärungsnot
Electronic Arts hat sich kurz vor dem offiziellen Start von EA Sports College Football 27 massiven Ärger in der Community und mit wichtigen Content-Creatorn eingehandelt. Seit dem 2. Juli konnten Käufer der 150 US-Dollar teuren MVP+-Edition bereits vorab spielen, der reguläre Start erfolgt am 9. Juli 2026.
Das eigentliche Football-Spiel auf dem Platz wird von vielen Spielern gelobt. Umso größer ist nun der Ärger darüber, dass in den wichtigsten Einzelspieler-Modi kostenpflichtige Fortschrittsoptionen aufgetaucht sind.
Für bekannte College-Football-Creator ist die Lage besonders unangenehm. Sie hatten College Football 27 teils schon vor dem regulären Start ausführlich gezeigt und empfohlen – ohne ihre Zuschauer auf die später sichtbaren Mikrotransaktionen vorbereiten zu können.
Bekannter Content-Creator stellt sich hinter Protest
Einer der prominentesten Kritiker ist der Youtuber Bordeaux, der zur College-Football-Szene gehört und laut Operations Sports auch EA-Partner war. Auf X schreibt(öffnet im neuen Fenster) er sinngemäß, er möge das Spiel sehr, fühle sich aber von den Mikrotransaktionen und den entfernten Komfortfunktionen überrumpelt. Zudem stellt er sich öffentlich hinter den Protest.
Konkret geht es um die Solo-Offline-Modi Dynasty und Road to Glory. Dort können Spieler mit Echtgeld nun Fortschritte beschleunigen, etwa für Trainer oder eigene Athleten. Viele Fans sprechen deshalb von "Pay to Win" im Einzelspieler.
Soweit bekannt, hat EA diese Monetarisierung vorab nirgendwo klar kommuniziert. Unter dem Hashtag #CFBPlayDontPay fordern Nutzer, die Bezahloptionen wieder zu entfernen, manche verlangen Rückerstattungen oder kündigen an, das Spiel nicht zu kaufen.
Zusätzlichen Frust verursacht, dass frühere XP-Einstellungen offenbar eingeschränkt wurden. Spieler kritisieren, dass schnellere Fortschrittsoptionen ausgerechnet dort fehlen, wo EA bezahlte Abkürzungen anbietet. Dazu kommen Beschwerden über den Dynasty-Modus, etwa zu Recruiting, KI und Balance. EA hat sich zu dem Thema bislang nicht öffentlich geäußert.


