Colin Campbell: Teslas Antriebs-Chef verlässt das Unternehmen nach 17 Jahren
Ingenieur Colin Campbell gab bekannt, dass er Tesla nach 17 Jahren verlässt, um bei dem Recycling-Start-up Redwood Materials als Chief Technology Officer zu arbeiten.
Campbell begann 2006 bei Tesla zu arbeiten, als das Unternehmen noch ein kleines Start-up war und sein erstes Auto, den Roadster, entwickelte. Als einer der ersten Tesla-Ingenieure stieg er bis zum Leiter der gesamten Antriebsentwicklung auf. Jetzt wird er unter dem Tesla-Mitbegründer JB Straubel arbeiten, der Tesla 2019 verließ, um Redwood Materials zu gründen.
Redwood hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Produktion von Kathoden- und Anodenmaterialien sowie durch Recycling eine nachhaltige Batterielieferkette in Nordamerika zu schaffen. Das Unternehmen plant aber auch mehrere große Recycling-Fabriken in Europa. Straubel trat dieses Jahr auch wieder in den Vorstand von Tesla ein, was zu Spekulationen über eine Zusammenarbeit der beiden Unternehmen führte.
Großer Verlust nach 17 Jahren Hilfe beim Aufbau von Tesla
In einem Linkedin-Posting(öffnet im neuen Fenster) blickte Campbell auf seine lange Zeit bei Tesla zurück, in der sich das Unternehmen aus dem Nichts zu einem weltweit dominierenden Elektrofahrzeughersteller entwickelte. Er schreibt: "Meine Zeit bei Tesla begann, als wir gerade mal ein Proof of Concept hatten, und endet mit Millionen von Teslas auf den Straßen der Welt."
Tesla-Chef Elon Musk äußerte sich noch nicht öffentlich zu Campbells Abgang. Mit Campbell verlässt einer der erfahrensten Tesla-Ingenieure das Unternehmen, der für die Entwicklung von Antriebssträngen für Fahrzeuge und Energiespeicher verantwortlich war.
In seiner neuen Rolle als CTO von Redwood Materials wird Campbell gemeinsam mit Straubel versuchen, eine inländische Batterie-Recyclingkette aufzubauen. Redwood hat sich zum Ziel gesetzt, Batteriematerialien in den USA durch Recycling herzustellen und so die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten zu verringern.
Redwood Materials ist jedoch nicht das einzige Unternehmen, das sich mit Akku-Recycling beschäftigt. In Niedersachsen zerlegt Duesenfeld Akkus , in Belgien Umicore, unter anderem zusammen mit Audi . Auch Volkswagen hat eine Recycling-Anlage in Betrieb genommen .
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