Cold Storage: Panasonic vermarktet Blu-ray-Rack von Facebook

Unter dem Namen Freeze-ray will Panasonic eine sehr spezielle Speichertechnik für Rechenzentren vermarkten: Statt Festplatten werden Blu-ray-Discs als Speicher für selten genutzte Inhalte verwendet. Die Idee stammt von Facebook.

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Cold Storage mit Blu-rays
Cold Storage mit Blu-rays (Bild: Facebook)

Panasonic plant eine langfristige kommerzielle Vermarktung von Blu-ray-Discs - allerdings nicht für Endkunden, sondern für den Einsatz in Rechenzentren. Unter dem Namen Freeze-ray greift das Unternehmen eine Idee von Facebook auf. Nach dieser werden wenig genutzte Inhalte wie sehr große Backups statt auf Festplatten auf optischen Medien gespeichert, und diese werden in einem Serverrack vorgehalten.

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Facebook hatte dieses System für sogenanntes Cold Storage bereits vor zwei Jahren auf dem Open Compute Summit vorgestellt. Die erste Generation, die laut Panasonic bei Facebook bereits produktiv genutzt wird, verwendet Blu-ray-Discs mit jeweils 100 GByte Speicherkapazität, womit sich in einem Rack rund 1 Petabyte an Daten speichern lassen. Der Zugriff erfolgt über mehrere Brenner und einen Roboter, der die Scheiben automatisch ansteuert.

Im Vergleich zu herkömmlichen Cold-Storage-Systemen, die mit Festplatten arbeiten, soll Facebooks Blu-ray-System rund 50 Prozent günstiger sein und etwa 80 Prozent weniger Leistung aufnehmen. Panasonic arbeitet gemeinsam mit Facebook an dem Ausbau der Technik, noch in diesem Jahr soll die Kapazität der einzelnen Scheiben bei Facebook auf 300 GByte erhöht werden.

Künftig hoffen die Unternehmen, Scheiben mit 500 GByte oder gar 1 TByte Kapazität verwenden zu können. In einem Rack könnten sich so leicht mehrere Petabyte Daten über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten archivieren lassen. Wann Panasonic Freeze-ray kommerziell zur Verfügung stellen wird, ist zurzeit noch nicht bekannt.

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