Coinbase: Kryptobörse trennt sich von Ex-Hacking-Team-Mitarbeitern

Der Kryptobörse Coinbase ist ein Fehler unterlaufen, als sie das italienische Startup Neutrino gekauft hat. Einige Mitarbeiter des Unternehmens waren Teil des umstrittenen Hacking Teams. CEO Brian Armstrong bereut die Fehlentscheidung und trennt sich von den Mitarbeitern.

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Coinbase entlässt ehemalige Hacking-Team-Mitglieder. (Symbolbild)
Coinbase entlässt ehemalige Hacking-Team-Mitglieder. (Symbolbild) (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Nachdem die Kryptobörse Coinbase das italienische Startup Neutrino gekauft hat, bereut das Unternehmen seinen Kauf. Das berichtet das IT-Blog Gizmodo. Einige Mitarbeiter der gekauften Firma haben auch in der Trojaner-Firma Hacking Team gearbeitet, die bereits mehrere Organisationen angegriffen und Informationen an andere Regierungen verkauft hat. Dazu zählen wohl Länder wie Kasachstan, Aserbaidschan, Äthiopien, Sudan, Nigeria und andere, heißt es. Der Geschäftsführer von Coinbase, Brian Armstrong, schreibt zudem in einem eigenen Blogeintrag, dass sich das Unternehmen von den fraglichen Mitgliedern trenne.

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"Das war keine einfache Entscheidung, aber ihre vergangene Arbeit zeigt einen Konflikt mit unserer Mission auf", sagte Armstrong. Die Mission, von der er spricht, sei es, "die sicherste, vertrauenswürdigste und rechtlich richtige Brücke zu Kryptowährungen" zu sein. Obwohl die ehemaligen Mitarbeiter des Hacking Teams keine Verbindungen mehr zu dieser Organisation haben sollen, hält Coinbase die Trennung für notwendig.

Beim Kauf nicht aufgepasst

Gleichzeitig gesteht das Unternehmen ein, beim Kauf von Neutrino zu oberflächlich nachgeforscht zu haben. "Wir haben nicht alles vernünftig bewertet, von der Perspektive unserer Mission und Werten als Krypto-Firma", sagte Armstrong. Zur Zeit der Akquisition war Coinbase auf der Suche nach einem Blockchain-Unternehmen, das Analysekapazitäten in das eigene Unternehmen bringt. Die Wahl fiel auf das italienische Unternehmen Neutrino.

Das Hacking Team ist eine Organisation, die in einer Grauzone arbeitet. Die Methoden, die die Firma nutzt, wurden oft von Menschenrechtlern kritisiert, da sie Informationen an autoritäre Regierungen verkauft haben. Außerdem machen die Entwickler Geld mit Spionagesoftware und Zero-Day-Sicherheitslücken.

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