Coherent & Lumentum: Nvidia investiert Milliarden in optische Verbindungen
Dank üppiger Gewinne hat Nvidia viel Geld auf der hohen Kante . Nach der faktischen Übernahme des KI-Start-ups Groq hat der GPU-Hersteller die beiden nächsten Investitionen bekanntgegeben: Jeweils zwei Milliarden US-Dollar steckt Nvidia in die Coherent Corp.(öffnet im neuen Fenster) und Lumentum Holdings Inc.(öffnet im neuen Fenster) Beide stellen photonische Komponenten wie Laser, optische Transceiver und Switches her.
Die Investitionen sollen beiden Unternehmen einen Ausbau ihrer Fertigungskapazität ermöglichen. Lumentum baut aktuell die Fertigung in den USA aus(öffnet im neuen Fenster) , Nvidias Milliarden sollen dabei helfen. Daneben finanziert Nvidia auch die Forschung und Entwicklung neuer Produkte. Bei beiden Unternehmen sichert sich der Konzern zudem feste Lieferkapazitäten. Es wurden jeweils mehrjährige Verträge im Wert mehrerer Milliarden US-Dollar geschlossen, genaue Zahlen wurden nicht genannt.
Laser und optische Transceiver bilden das Rückgrat moderner Rechenzentren, insbesondere für KI-Cluster sind optische Netzwerke von fundamentaler Bedeutung. Hohe Datenraten über weite Strecken sind ohne optische Verbindungen nicht erreichbar. Und mit immer größeren KI-Rechenzentren wächst der Bedarf nach entsprechenden Komponenten, zumal pro Compute Tray üblicherweise mehrere Netzwerkkarten verbaut werden.
Ziel: Möglichst unabhängig bleiben
Nvidia entwirft die Chips für die optischen Netzwerke selbst, Laser und Transceiver werden zugekauft. Erstere werden für die im Jahr 2025 vorgestellten Silicon-Photonics-Switches benötigt, Letztere stecken als SFP-Modul in den Netzwerkkarten und klassischen Switches.
Angesichts des rasanten Ausbaus von Rechenzentren sichert sich Nvidia mit den neuen Partnerschaften hier ausreichende Kapazitäten. Coherent und Lumentum können darüber hinaus weiterhin auch andere Kunden beliefern.
Nvidia versucht, durch gezielte Investitionen und Zukäufe bei zentralen Komponenten gut abgesichert zu sein. In der Vergangenheit hat man sich oft als weitsichtig erwiesen, etwa mit der Übernahme des Netzwerkausrüsters Mellanox im Jahr 2019. Damit deckt der Konzern die relevanten und umsatzstärksten Teile eines KI-Rechenzentrums selbst ab.
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