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Cogent: Telekom wegen Vertragsbruchs beim Peering verklagt

Der Tier-1-Provider Cogent will die Telekom zwingen, die Peering-Kapazität der Interconnection Ports zu erhöhen. Die Telekom hält dagegen, dass Cogent deutlich mehr Datenverkehr in ihr Netz übergebe als umgekehrt, und will nicht allein dafür zahlen.

Artikel veröffentlicht am ,
Internet Traffic Exchange zwischen Cogent und Telekom in Ashburn
Internet Traffic Exchange zwischen Cogent und Telekom in Ashburn (Bild: Cogent)

Cogent verklagt die Deutsche Telekom wegen Vertragsbruchs beim Peering. Wie der Tier-1-Internet-Service-Provider Cogent bekanntgab, wurde die Klage bei einem Federal Court im US-Bundesstaat Virginia eingereicht. Die Telekom greife "in den freien Fluss des Internet-Traffics zwischen Cogent- und Telekom-Kunden ein", indem sie sich weigere, die "Kapazität der Interconnection Ports zu erhöhen", erklärte Robert Beury, Cogents Chief Legal Officer.

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Unter Peering wird der gleichrangige Datenaustausch zwischen Internetzugangsanbietern verstanden. Der Datenaustausch zwischen den Providern erfolgt meist über Peering Points, die auch Internetknoten genannt werden.

Cogent will erreichen, dass die Telekom gezwungen wird, die Kapazität der Interconnection Points zu erhöhen und Schadensersatz zu leisten.

Telekom nimmt Stellung

Telekom-Sprecher Philipp Blank erklärte Golem.de: "Cogent übergibt deutlich mehr Datenverkehr in unser Netz als umgekehrt. Warum sollten wir allein für die Ausweitung der Kapazitäten der Netzzusammenschaltung aufkommen müssen? Das sollten Partner grundsätzlich gemeinsam leisten. Mit einem ähnlichen Ansinnen ist Cogent bei der Bundesnetzagentur übrigens bereits gescheitert."

Der DE-CIX ist eine Plattform für Public Peering von Datenverkehr im Internet. Alle angeschlossenen Anbieter können Daten aus ihrem Netz über den Internetaustauschpunkt in die Netze der anderen angeschlossenen Anbieter weitergeben. Auch am DE-CIX peert die Telekom weiter restriktiv.

Laut Aussagen des DE-CIX-Geschäftsführers Harald Summa vom Februar 2015 erhöhte die Telekom den IPv6-Datenverkehr von 1 GBit/s auf zweimal 10 GBit/s. Allerdings handele es sich bei der Telekom nicht um ein allgemeines Public Peering, sondern ein restriktives Peering, bei dem die Telekom prüfe, welcher Betreiber sich eigne. "Wenn sie Partner findet, müssen die sich bestimmten Regeln der Telekom unterwerfen", sagte Summa. Die frühere Peering-Politik der Telekom sah vor, dass ein Provider in drei verschiedenen Ländern mit ihr peeren musste, damit sie überhaupt über ein Peering-Angebot verhandelte.



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Youssarian 13. Dez 2015

Das kann so nicht sein. Vodafone und O2 benutzen einen eigenen Backbone, die Telekom...

Youssarian 13. Dez 2015

Da wird eher nur mit 10 Jahren gerechnet. (Das ist die übliche Leasingdauer für die...

mahennemaha 12. Dez 2015

Dauert ganz schön lange. Wie sieht es bei euch mit Ping und Traceroute aus? Chrome...

Squirrelchen 10. Dez 2015

Das ist übliche Telekomiker Logik, welche so tief eingeimpft wird, dass diese von den...

MC.Iglo 10. Dez 2015

Das Problem mit dem Telekom-Peering ist seit ein paar Wochen so schlimm, dass man nicht...


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