Coffee Lake: Intel bringt verlötete Sechskern-CPUs mit 65 Watt

Intel hat ohne vorherige Ankündigung drei neue Prozessoren für AiO-Systeme veröffentlicht. Die Chips haben sechs Kerne und tragen ein B-Suffix am Ende, um sie von den gesockelten Modellen zu unterscheiden. Der Core i7-8700 etwa passt in die Fassung 1151 v2, der Core i7-8700B hingegen wird als BGA-Chip mit 1.440 Kontakten verlötet. Das gilt zwar auch für die Mobile-Versionen, die Coffee Lake H , die aber sind langsamer.
Der Vorteil einer BGA-Variante verglichen mit einem LGA-Sockel ist die geringere Höhe und die platzsparendere Bauweise, weshalb darauf basierende Systeme kompakter ausfallen können. Ein solcher Rechner mit BGA-Chip ist beispielsweise MSI Vortex G25(öffnet im neuen Fenster) , wie Anandtech(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Während die Coffee Lake H für Notebooks bis 45 Watt freigegeben sind, beträgt die thermische Verlustleistung der Coffee Lake B immerhin 65 Watt. Sie können daher ihren Boost länger halten, was sie schneller macht.
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Theoretisch ist auch der Core i7-8700 für LGA 1151 v2 auf 65 Watt limitiert, viele Desktop-Platinen für Endkunden überschreiben aber diese TDP-Grenze und takten den Chip daher höher als er in einem Komplett-System laufen würde. Die Leistung steigt hierdurch bei Multithreading um etwa 15 Prozent, wobei auch das wiederum von der Mainboard-Implementierung abhängt. Der Core i7-8700 wird zumeist auf seinen Basistakt gebremst.
Die Coffee Lake B umfassen den Core i7-8700B mit 3,2 GHz bis 4,6 GHz sowie den Core i5-8600B mit 3 GHz bis 4,1 GHz und den Core i5-8400B mit 2,8 GHz bis 4 GHz. Die Chips unterstützen DDR4-2667, wobei der Speicher ebenfalls verlötetet werden kann, und haben eine integrierte UHD Graphics 630.