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Coffee Lake H: Intels Notebook-Sechskerner schaffen 4,8 GHz

Erstmals bringt Intel auch Core i9 für unterwegs. Die Hexacore-Prozessoren takten ein wenig höher als ihre bisherigen Desktop-Pendants und werden mit neuen Chipsätzen kombiniert. Die Coffee Lake H unterstützen USB 3.1 Gen2 und integriertes ac-WLAN.

Artikel veröffentlicht am ,
Wafer mit Coffee Lake
Wafer mit Coffee Lake (Bild: Intel)

Intel hat die Core i9 für Notebooks vorgestellt. Die Prozessoren haben sechs statt vier Kerne, genauso wie die Coffee-Lake-Modelle für den Desktop, etwa der Core i7-8700K (Test). Bisher verwendete Intel die i9-Marke nur für Enthusiast-CPUs wie den Core i9-7900X (Test) für Workstations. Neben mehr Kernen haben die Coffee Lake H für Mobile höhere Taktraten und einen modernen Chipsatz.

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Das Topmodell ist der Core i9-8950HK mit sechs Kernen, zwölf Threads, 12 MByte L3-Cache und einem offenen Multiplikator zum leichteren Übertakten. Intel gibt die Taktrate mit bis zu 4,8 GHz an und damit immerhin 100 MHz mehr als beim Core i7-8700K. Der 45-Watt-Mobile-Chip läuft allerdings eigentlich mit 4,6 GHz und benötigt den neuen Thermal Velocity Boost (TVB) für noch höhere Frequenzen. Bei guter Kühlung unter 53 Grad Celsius legt er 100 MHz auf allen Kernen und 200 MHz bei einem oben drauf - für wenige Sekunden.

Neben dem Core i9-8950HK existiert der Core i7-8850H mit 9 MByte L3-Cache, den Intel teilweise für Übertakter freigeschaltet beschreibt. Gemeint ist, dass Nutzer den Multiplikator um vier Stufen anheben können. Abseits von zwei Core i9 und zwei Core i7 gibt es zwei Core i5 mit vier Kernen und zwei Xeon-Chips. Diese Hexacores unterstützen vPro zur Fernwartung und die Speicherfehlerkorrektur ECC. Generell sind die Coffee Lake H zum Optane Memory kompatibel. Um Systeme zu kennzeichnen, in denen eine solch kleine Cache-SSD verbaut ist, setzt Intel ein kleines Plus hinter die Typenbezeichnung auf den Aufkleber auf Notebooks.

  • Coffee Lake H für Notebooks (Bild: Intel)
  • Die CLF-H unterstützen einen neuen Boost. (Bild: Intel)
  • Spezifikationen von Coffee Lake Mobile (Bild: Intel)
  • Wird Optane Memory verwendet, gibt es ein kleines Plus im Logo. (Bild: Intel)
  • Die neuen Chipsätze integrierten USB 3.1 Gen2 nativ. (Bild: Intel)
  • Im Desktop-Segment werden die gleichen PCHs verwendet. (Bild: Intel)
  • Neue Coffee Lake für Sockel 1151 v2 (Bild: Intel)
Coffee Lake H für Notebooks (Bild: Intel)

Alle Coffee Lake H werden mit dedizierten Chipsätzen mit 3 Watt TDP kombiniert: Der HM370, der QM370 und der QMS380 stammen aus Intels 14-nm-Fertigung. Ältere Modelle wie den HM175 produziert der Hersteller im 22-nm-Verfahren. Die neuen Chips integrierten erstmals USB 3.1 Gen2 (außer der H310), bisher mussten zusätzliche Controller von etwa Asmedia per PCIe-Lane angebunden werden. Zudem unterstützen die PCHs auch ac-2x2-WLAN (160 MHz) mit 1.733 MBit/s, der Mac-Teil steckt im Chip. Ein sogenanntes Companion-Modul wie beispielsweise das ac-9560-Kärtchen braucht es weiterhin. Neu bei den Chipsätzen sind Schlafmodi wie S0ix und solche bis hinab zu C10 statt nur C7.

Weil die neuen Prozessoren sechs Kerne aufweisen und obendrein noch flotter takten als die 7th Gen, fallen die Leistungsgewinne laut Intel hoch aus: Der Core i9-8950HK soll ein Projekt per Adobe Premiere rund 60 Prozent schneller exportieren als ein Core i7-7820HK. Im internen Benchmark von Total War Warhammer 2 erreicht der Core i9 gut 40 Prozent mehr Bilder pro Sekunde, und wenn PUGB gespielt sowie gestreamt wird, soll er 30 Prozent mehr Fps liefern. Erste Notebooks mit Coffee Lake H erscheinen in den kommenden Wochen von Herstellern wie Asus, Gigabyte, MSI oder Schenker.

Das Desktop-Portfolio wird ausgebaut

Neben den Sechskernen für unterwegs bringt Intel weitere Prozessoren und neue Chipsätze für den Desktop-Sockel 1151 v2: Allerhand Platinen mit dem B360, dem H370, dem H310 und dem Q370 sind bereits verfügbar - bisher gab es einzig recht teure Boards mit dem Z370. Neue CPUs sind der Core i5-8600 und der Core i5-8500 mit sechs Kernen sowie der Core i3-8300 mit vier Cores. Hinzu kommen sechs Ableger mit T-Suffix, deren thermische Verlustleistung nur 35 Watt statt 65 oder 95 Watt beträgt. Außerdem gibt es weitere Pentium Gold G5000 und Celeron G4000. Die Prozessoren erhalten ebenfalls 14-nm-Chipsätze (6 Watt TDP) mit USB 3.1 Gen2 und ac-WLAN: den B360, den H370, den Q370 und den H310. Letzterem fehlen aber die neuen Schnittstellen.

Alle neuen Coffee Lake (H/S) werden mit aktualisiertem Microcode gegen Spectre ausgeliefert. Platinen mit etwa dem B360 haben ein passendes UEFI für ältere Prozessoren wie den Core i7-8700K, damit diese gegen Side-Channel-Attacken geschützt sind.



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Hugie 07. Apr 2018

Das wäre mal eine tolle Neuerung. Per Default haben alle 10G Ethernet. Das paart sich...

spambox 03. Apr 2018

Nope. Es wird voraussichtlich 2019 erste CPUs geben, die für die genannten Exploits nicht...

mess-with-the-best 03. Apr 2018

https://www.youtube.com/watch?v=pl0we6-ZiQY&t=5s


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