Abo
  • Services:

Cody Brocious: Mozilla-Softwareentwickler hackt Hoteltüren mit Arduino

Cody Brocious kann aus seiner Zeit bei dem Startup Unified Platform Management mit seinem Arduino Hoteltüren mit elektronischen Schlüsselkarten öffnen. Er hatte dort per Reverse Engineering die Schlösser von Onity nachgebaut.

Artikel veröffentlicht am , /
Standardschloss von Onity
Standardschloss von Onity (Bild: Cody Brocious)

Der Mozilla-Softwareentwickler Cody Brocious hat auf der Conference Black Hat in Las Vegas einen Hack für Hoteltüren mit elektronischen Schlüsselkarten vorgeführt. Das berichtet das US-Wirtschaftsmagazin Forbes. Der 24-Jährige griff die Anlage über eine Buchse an, die sich zur Stromversorgung und Programmierung an der Unterseite des Schlosses befindet, um die Schlüsselkarte zu umgehen und den Öffnungscode auszulesen.

Stellenmarkt
  1. Veridos GmbH, München
  2. Lachmann & Rink GmbH, Freudenberg und Dortmund

Hersteller der Türschlösser ist Onity, das laut Unternehmensangaben weltweit vier von fünf Millionen Hoteltüren ausgestattet hat.

Mit einer Arduino-Plattform, einer Open-Source-Hardware-Platine, sei ihm das Öffnen von einigen Hoteltüren in Sekunden gelungen, erklärte Brocious. "Ich mach den Stecker rein, schalte ein, und das Schloss öffnet sich", sagte er Forbes. Die Methode sei jedoch nicht zuverlässig. Der Hack funktionierte an einem Standard-Hoteltürschloss für elektronische Schlüsselkarten von Onity, das sich Brocious bestellt hatte. An drei Hoteltüren in New York, die Brocious zusammen mit Forbes-Autor Andy Greenberg aufsuchte, war der Angriff nur einmal erfolgreich. Auch da gelang der Hack nur im zweiten Anlauf, nach einer Änderung der Software, wie Greenberg berichtet.

Brocious, der den Hack auf seiner Website genau dokumentiert hat, hat seine Kenntnisse von seinem früheren Arbeitgeber. Er war für das Startup Unified Platform Management als Chief Technology Officer tätig, das per Reverse Engineering versucht hat, die Schlösser von Onity nachzubauen, und selbst preisgünstiger herzustellen. Das Startup verkaufte seine Untersuchungsergebnisse im Jahr 2011 für 20.000 US-Dollar an das Locksmith Institute (LSI), wohin auch Strafverfolgungsbehörden, Polizei und Geheimdienste ihre Mitarbeiter zur Ausbildung schicken.

Brocious hat dem Hersteller Onity oder dessen Mutterkonzern United Technologies Corporation die Sicherheitslücke nicht mitgeteilt. Das Problem sei mit einem Firmwareupdate nicht zu lösen, alle Türschlösser brauchten eine neue Elektronik.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 9,99€ (mtl., monatlich kündbar)
  2. 229,99€
  3. ab 19,99€
  4. (u. a. Death Wish, The Revenant, Greatest Showman)

Muxxon 26. Jul 2012

Bist du 12?

Ry 25. Jul 2012

+2

Ilikespotify 25. Jul 2012

/klugscheissmodus on Gefahr ist also bereits gebannt.. da er bereits die betroffen 4 von...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S10e - Test

Das Galaxy S10e ist das kleinste Modell von Samsungs neuer Galaxy-S10-Reihe - und für uns der Geheimtipp der Serie.

Samsung Galaxy S10e - Test Video aufrufen
Programmierer: Wenn der Urheber gegen das Urheberrecht verliert
Programmierer
Wenn der Urheber gegen das Urheberrecht verliert

Der nun offiziell beendete GPL-Streit zwischen Linux-Entwickler Christoph Hellwig und VMware zeigt eklatant, wie schwer sich moderne Software-Entwicklung im aktuellen Urheberrecht abbilden lässt. Immerhin wird klarer, wie derartige Klagen künftig gestaltet werden müssen.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Urheberrecht Frag den Staat darf Glyphosat-Gutachten nicht publizieren
  2. Vor der Abstimmung Mehr als 100.000 Menschen demonstrieren gegen Uploadfilter
  3. Uploadfilter SPD setzt auf Streichung von Artikel 13

Audiogesteuerte Aktuatoren: Razers Vibrationen kommen aus Berlin
Audiogesteuerte Aktuatoren
Razers Vibrationen kommen aus Berlin

Hinter Razers vibrierenden Kopfhörern, Mäusen und Stühlen steckt eine Firma aus Berlin: Lofelt produziert die Aktuatoren, die durch Audiosignale zur Vibration gebracht werden. Die Technik dahinter lässt sich auch auf andere Bereiche anwenden, wie wir uns anschauen konnten.
Von Tobias Költzsch

  1. Onlineshop Razer schließt belohnungsbasierten Game Store
  2. Raptor 27 Razer stellt seinen ersten Gaming-Monitor vor
  3. Turret Razer stellt offizielle Tastatur und Maus für Xbox One vor

Verschlüsselung: Ärger für die PGP-Keyserver
Verschlüsselung
Ärger für die PGP-Keyserver

Die Schlüsselserver für PGP sind so ausgelegt, dass sie fast alles ungeprüft akzeptieren. Das führt zu zahlreichen Problemen, zuletzt wurden die Keyserver aufgrund von Angriffen mit vergifteten Schlüsseln immer unzuverlässiger.
Ein Bericht von Hanno Böck

  1. OpenPGP/GnuPG Signaturen fälschen mit HTML und Bildern
  2. GPG-Entwickler Sequoia-Projekt baut OpenPGP in Rust

    •  /