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Coding-Plattform: Github kämpft unter Microsoft mit Problemen

Ausfälle, Angriffe, unzufriedene Entwickler und verunsicherte Mitarbeiter – Github durchlebt das wohl schwerste Jahr seit der Microsoft-Übernahme.
/ Tobias Költzsch
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Github gehört seit 2018 zu Microsoft. (Bild: Leon Neal/Getty Images)
Github gehört seit 2018 zu Microsoft. Bild: Leon Neal/Getty Images

Die Mitarbeiter von Github sollen nach dem Weggang des CEO Thomas Dohmke im Sommer 2025 sowie zahlreicher weiterer Führungskräfte unter der engeren Bindung an Microsoft leiden. Das berichtet The Verge(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Angestellte bei Github. Nach Dohmkes Abgang wurde kein neuer CEO eingestellt.

Stattdessen berichten die restlichen Führungskräfte seitdem an Microsofts CoreAI-Team, das vom ehemaligen Entwicklungschef von Meta, Jay Parikh, geleitet wird. Parikh soll auch bei Microsoft nicht sonderlich beliebt sein. Die Entscheidung, Dohmke nicht zu ersetzen, soll von ihm stammen.

Nach dem Weggang des CEO sollen zahlreiche weitere Mitarbeiter Github verlassen haben. Teilweise folgten sie Dohmke zu dessen neuem Start-up Entire, das einen Github-Konkurrenten aufbauen will. Parikh soll mittlerweile zudem die Konkurrenz von Claude Code und Cursor fürchten. Diese stellen dem Manager zufolge eine "kritische Bedrohung" dar.

Identitätsverlust bei Github

Mitarbeiter beschrieben gegenüber The Verge eine Art Identitätsverlust. "Es gibt eigentlich überhaupt kein Github mehr", sagte ein Angestellter. "Alles ist Microsoft, und das Unternehmen fällt in sich zusammen. Wegen ziemlich schlimmer Ausfälle, die dem Ruf von Github geschädigt haben, und wegen des Weggangs der Führungskräfte."

Github litt in den vergangenen Monaten unter Ausfällen. Diese könnten mit dem Umzug auf Azure-Server zusammenhängen, der momentan im Gange ist. Zusätzlich gibt es immer wieder Sicherheitsprobleme.

So entdeckten Sicherheitsforscher gerade, dass in Tausende Repos bei Github Backdoors eingeschleust wurden. Insgesamt soll es sich um 5.561 Repos handeln, die durch einen automatisierten Supply-Chain-Angriff kompromittiert wurden. Erst vor wenigen Tagen sollen Cyberkriminelle an Daten aus fast 4.000 Repos gekommen sein und diese zum Verkauf angeboten haben.

Integration von Copilot führt immer wieder zu Ärger

Zu den ernsten Sicherheitsproblemen kommen nervige Vorfälle. So trug sich etwa Copilot über Visual Code als Co-Autor ein, auch in Fällen, in denen die KI nicht benutzt wurde. Außerdem gab es Copilot-Werbung in Pull Requests.


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