Codex & Agenten: OpenAI kommt in Amazons Cloud-Ökosystem
Microsofts Clouddienst Azure und OpenAI waren lange untrennbar verbunden. Doch das KI-Unternehmen will insbesondere neue Unternehmenskunden gewinnen und stellt sich dafür breiter auf. Als größter Cloudanbieter ist Amazon Web Services (AWS) da besonders interessant. Wie die beiden Unternehmen mitteilten(öffnet im neuen Fenster), können künftig OpenAIs Modelle auch über den Dienst Bedrock von AWS genutzt werden.
Neben der Verfügbarkeit der aktuellen OpenAI-Modelle inklusive ChatGPT 5.4 und 5.5 sowie Codex über die Bedrock-API werden noch Agenten besonders hervorgehoben. Ein neues Angebot mit dem sperrigen Namen Amazon Bedrock Managed Agents powered by OpenAI soll das Erstellen von Agenten vereinfachen. Es baut auf AWS Agentcore auf, bringt aber OpenAI-spezifische Anpassungen der Laufzeitumgebung mit. Das soll die Konfiguration weiter vereinfachen.
Für AWS-Kunden soll durch die Bedrock-Integration die Nutzung von OpenAI-Modellen leichter werden. Sie vereinfacht die Kombination mit anderen AWS-Diensten, was für die Managed Agents großzügig genutzt wird. Aktuell sind die neuen Bedrock-Angebote lediglich als beschränkte Vorschau verfügbar. Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich, wann diese Einschränkung aufgehoben wird, steht noch nicht fest.
Einnahmen aufgeben, um neue Einnahmen zu generieren
Hinweise auf eine Expansion zu AWS gab es bereits zuvor. Erst einen Tag vor Bekanntgabe der neuen Kooperation wurde zudem die Kooperationsvereinbarung mit Microsoft überarbeitet, um den Schritt zu AWS überhaupt zu ermöglichen.
Dadurch erhält OpenAI keine Umsatzbeteiligung von Microsoft mehr, umgekehrt wird diese auf 20 Prozent gedeckelt. OpenAI geht hierdurch ein gewisses Risiko ein, da nicht sicher absehbar ist, ob die Einnahmen über AWS den Wegfall der Einnahmen durch Microsoft kompensieren. Seine eigenen Dienste wird OpenAI weiter bei Azure betreiben, die Partnerschaft mit Microsoft bleibt also weiter eng.
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