Codewhisperer: Amazon stellt KI-Helfer für die Kommandozeile vor
Die AWS-Cloudsparte von Amazon hat den Codewhisperer für die Kommandozeile(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Das vor etwas mehr als einem Jahr vorgestellte KI-Werkzeug ist als Helfer beim Entwickeln gedacht. Doch dazu gehört neben der eigentlichen Programmiertätigkeit auch meist einiges an Arbeit auf der Kommandozeile, was nun also ebenfalls durch KI-Funktionen und einige praktische Hilfen deutlich vereinfacht werden soll.
Begründet wird das Angebot in der Ankündigung so: "Die Kommandozeile ist bekanntermaßen schwer zu bedienen. Ihre Ausgabe ist kurz gefasst, ihre Oberfläche stammt aus den 1970er Jahren und sie bietet keine Hinweise auf die richtige Verwendung." Dabei kann viel schiefgehen, wohl auch, weil niemand sich die Syntax der ganzen Befehle merken könne. Bemängelt wird außerdem die fehlende Validierung der Eingabe, so dass selbst kleine Tippfehler zu großen Ausfällen führen können.
Autovervollständigung und Übersetzung
Um das zu vereinfachen, bietet der Codewhisperer für die Kommandozeile nun eine Art für Autovervollständigung, wie sie von IDEs bekannt ist. Diese zeigt die "Unterbefehle, Optionen und Argumente mit Beschreibungen, geordnet nach Nutzungshäufigkeit". Vor allem die integrierte Dokumentation soll Zeit sparen, da sich so ein Wechsel von der Befehlseingabe hin zur Dokumentation etwa im Browser erübrige. Angeboten wird dies für mehr als 500 Programme auf der Kommandozeile.
Diese Autovervollständigung hilft laut Amazon aber auch nur dann, wenn man selbst schon weiß, was man eigentlich genau machen will. Für alles andere empfiehlt der Konzern eine Übersetzung von natürlicher Sprache in die Kommandozeilenbefehle, die der Codewhisperer umsetzt. Über eine spezielle Integration sollen sich die geplanten Aktionen als Text beschreiben lassen. Der Codewhisperer übersetzt dies dann in einen Befehl, der vorgeschlagen wird.
Bisher steht der Codewhisperer für die Kommandozeile nur für MacOS bereit, ob das Werkzeug auf andere Systeme portiert wird, ist noch nicht bekannt. Genutzt werden kann der KI-Helfer in Bash, ZSH und Fish sowie mit den Terminal-Emulatoren Terminal, iTerm2, Hyper sowie jenen in Visual Studio Code oder in den Jetbrains-Produkten.
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