Codehosting: Alphabet investiert massiv in Gitlab

Die Codehosting- und DevOps-Plattform Gitlab bekommt weitere 100 Millionen US-Dollar Risikokapital. Das Geld stammt unter anderem von Alphabet - dessen Tochter Google zuvor die Plattform Github kaufen wollte, jedoch an Microsoft scheiterte. Gitlab will mittelfristig offenbar an die Börse.

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Gitlab bekommt frisches Geld.
Gitlab bekommt frisches Geld. (Bild: Gitlab)

Die Codehosting- und Entwicklungsplattform Gitlab, deren Code auch als freie Software bereitsteht, hat weitere 100 Millionen US-Dollar Risikokapital für den Betrieb und die Weiterentwicklung ihres Angebots eingesammelt. Dies teilte das Unternehmen mit. Eigenen Angaben zufolge wird Gitlab inzwischen mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet. Zu den investierenden Unternehmen zählt GV, das zu Googles-Mutterunternehmen Alphabet gehört.

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Geführt wurde die Finanzierungsrunde durch das Investmentunternehmen von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Iconiq. Ebenfalls beteiligt ist Khosla Ventures, das von einem Sun-Mitbegründer gegründet wurde. Bereits im vergangenen Jahr war Alphabets GV an einer Gitlab-Finanzierungsrunde über 20 Millionen US-Dollar beteiligt.

Gitlab gilt als größte Konkurrenz zu dem bekannteren Codehosting-Anbieter Github. Vor wenigen Monaten gab Microsoft bekannt, Github für 7,5 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Einem Bericht von Bloomberg zufolge war auch Google an einem Kauf von Github interessiert, scheiterte letztlich jedoch offenbar an dem Angebot von Microsoft. Die Chefin von Googles Cloud-Sparte, Diane Greene, sagte demnach in Bezug auf die Github-Übernahme: "Ich hoffe wirklich, dass Microsoft sie (die Plattform, Anm. d. Red) neutral halten kann." Auf die Hoffnung allein will sich Google beziehungsweise Alphabet offensichtlich aber nicht verlassen und investiert in die derzeit aussichtsreichste Konkurrenz zu Github, eben Gitlab.

Breite Dev-Ops-Plattform soll an die Börse

Gitlab will laut der Ankündigung weiter deutlich über die Grundfunktion des Git-Codehostings herauswachsen und künftig jede Phase der Software-Entwicklung im Sinne des sogenannten Dev-Ops abdecken. Statt viele verschiedene Produkte auch von unterschiedlichen Unternehmen integrieren zu müssen, etwa einen Bugtracker, Continuous Integration (CI), Continuous Delivery (CD) sowie verschiedene Konfigurations- und Überwachungswerkzeuge, sollen Gitlab-Kunden alles aus einer Hand bekommen. Mit dem eingesammelten Geld will Gitlab weiter in diese Richtung wachsen.

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Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte den Gitlab-Chef, Sytse "Sid" Sijbrandij, damit, dass Gitlab Ende 2020 an die Börse gehen solle, was offenbar schon in Vorbereitung sei.

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