Codehoster: Github sperrt Zugänge russischer Entwickler und Unternehmen

Von US-Sanktionen betroffene russische Unternehmen werden auf Github gesperrt und Code gelöscht. Das trifft wohl auch einige Entwickler.

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Github hat die Accounts russischer Unternehmen und Entwickler gesperrt.
Github hat die Accounts russischer Unternehmen und Entwickler gesperrt. (Bild: Github)

Der zu Microsoft gehörende Code-Hoster Github hat offenbar in der vergangenen Woche damit begonnen, die Accounts von zahlreichen russischen Entwicklern und Unternehmen zu blockieren. Auch der zuvor unter diesen Accounts gehostete Inhalt ist nicht mehr verfügbar, wie Bleeping Computer berichtet. Hintergrund der Sperrungen sind offenbar die von den USA verhängten Sanktionen gegen die russischen Unternehmen im Zuge des Ukrainekriegs.

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Betroffen sind demnach etwa die Quellcode-Repositorys von Sberbank Technology, Sberbank AI Lab und Alfa Bank Laboratory. Diese seien zunächst deaktiviert und danach auch von Github gelöscht worden. Zusätzlich zu den Projekten der Organisationen sind von den Sperrungen wohl aber auch zahlreiche Privataccounts von Entwicklern betroffen gewesen.

Von den Sperrungen der privaten Accounts schreiben einige der betroffenen Entwickler etwa auf Twitter. Die Sperrung von einzelnen Entwickler-Accounts erscheint dabei überraschend, da gegen die Personen selbst keine direkten Sanktionen verhängt worden sind. Der Entwickler Vadim Yanitskiy, der unter anderem zu dem Osmocom-Projekt beiträgt, vermutet etwa, dass die Sperrung im Zusammenhang mit seiner früheren Tätigkeit für Positive Technologies steht. Der Entwickler Sergej Bobrow schreibt ebenso auf Twitter, dass seine vorübergehende Sperrung wegen der Sanktionen gegen einen früheren Arbeitgeber umgesetzt worden sei.

Github hatte noch im März kurz nach Beginn des Ukrainekriegs erklärt, die Heimat aller Entwickler sein zu wollen, auch jener in Russland. Als US-Unternehmen muss sich Github aber an eventuelle Sanktionen halten. So bot Github seine Dienste auch jahrelang nicht im Iran an. Von den Sperrungen Betroffene können aber auch einen Einspruch gegen den Vorgang einlegen. Im Fall der russischen Entwickler scheint das teilweise erfolgreich gewesen zu sein, da die Sperrungen seitens Github wohl versehentlich umgesetzt worden waren.

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dummzeuch 20. Apr 2022 / Themenstart

Womit sich wieder zeigt, wie schnell man bei Verwendung von Cloud-Diensten die Kontrolle...

nomorenoless 20. Apr 2022 / Themenstart

wieso Umgehung von Sanktionen? Da ist nichts von der UNO sanktioniert, welches das...

Schattenwerk 19. Apr 2022 / Themenstart

Stimmt, weil ein Screenshot nicht die ganze Geschichte erzählt - obwohl es im Text...

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